Es hängt noch immer im Sportheim des TSV Wollbach - das Foto des Teams, das 2000/01 den Aufstieg in die Bezirksliga schaffte. Fünf Jahre hielt sich der TSV dort. Und kreuzte mehrfach mit dem SC Diebach die Klingen, der sich noch länger in Unterfrankens höchster Spielklasse hielt. So am 20. März 2005, als Wollbach 2:0 auswärts gewann.

Marco Krapf aus Premich gehörte sowohl zum Aufstiegsteam als auch zu dem, das an besagtem 20. März in Diebach siegte. Der heute 39-Jährige steuerte in der 73. Minute sogar den Treffer zur endgültigen Entscheidung bei.

Daran und an das Spiel selbst erinnert sich Krapf nicht mehr - nur, dass Begegnungen zwischen Diebach und Wollbach stets eng ausgingen. Beide Mannschaften punkteten mit Tugenden wie Kampfgeist und Laufbereitschaft; spielerisch gab es bessere.

Das bestätigt Bernd Resenberger, der in diesem teils hektischen Duell auf Seiten des SC Diebach stand. "Gegen Wollbach waren es immer intensive, knappe Spiele, die lange offen blieben. Beide Teams haben kompakt gestanden; es fielen nicht viele Tore. Wer das 1:0 schoss, der gewann meist auch." Auch der 46-Jährige erinnert sich nicht mehr an konkrete Szenen.

Wer den Spielbericht der Heimatzeitung von damals liest, könnte meinen, der große Favorit aus Wollbach trifft auf einen schwächelnden SC. Denn die TSVler brachten eine Serie von sechs Partien ohne Niederlage aus dem alten Jahr 2004 mit - und feierten zum Start der Rückrunde in Diebach ihren fünften Auswärtssieg. Beim Heimteam wurde von einem "klassischen Fehlstart" geschrieben. Das Gegenteil war der Fall. Nie in seiner zehnjährigen Bezirksliga-Geschichte hat der SC besser dagestanden als nach der Hinrunde 2004/05. Als Tabellenzweiter schnupperten die Mannen von Trainer Peter Mammitzsch am Aufstieg in die Bezirksoberliga.