Mit nur zwei Toren Vorsprung auf Carsten Eckart von der SpVgg Sulzdorf sicherte sich der Stürmer einen der begehrten Torjägerpokale, die die Saale-Zeitung gemeinsam mit dem Rhöner Fußball-Podcast "Du Holz" verleiht.

Warum ist bei Ihnen der Knoten erst nach der Winterpause so richtig geplatzt?

Jan Schubert: Ich denke, das hat zwei Gründe. Zum einen habe ich in der Hinrunde einige Male im Mittelfeld gespielt. Zum anderen hatten wir zum Start der Rückrunde ein Trainingslager in Tschechien. Das hat meiner Meinung nach sehr viel hinsichtlich der Fitness und dem Zusammenhalt der Mannschaft gebracht.

Waren die 22 Tore der vergangenen Saison Ihre persönliche Rekord-Tormarke?

Im Herrenbereich war das bis jetzt meine beste Saison. In der Jugend habe ich schon einmal mehr Tore geschossen, allerdings noch auf dem Kleinfeld.

Haben Sie ein Vorbild?

Zu der Frage fällt mir nur Fernando Torres ein, als er bei Atletico Madrid und dann beim FC Liverpool gespielt hat.

Ist das für Sie der erste Torjägerpokal?

Ja, das ist der erste Pokal.

Was war Ihr schönstes Tor?

Das müsste mein zweites Tor gegen den FV Rannungen II in der Rückrunde gewesen sein, als ich den Ball bei einer Ecke direkt aufs Tor zog und er über den Torwart hinweg in die Kiste gesegelt ist.

Welches Spiel bleibt Ihnen besonders in Erinnerung?

Das war auch das Spiel gegen den FV Rannungen II in der Rückrunde. Neben dem direkt verwandelten Eckball konnte ich vier Tore in der ersten Halbzeit erzielen.

Kommen Anfragen anderer Vereine? Wie gehen Sie damit um?

Ja, es kamen ein paar Anfragen. Aber mir war von Anfang an klar, dass ich bei meinem Verein bleibe, weil ich mit meinen Kumpels in einer Mannschaft spielen will. Dabei spielt die Liga keine Rolle.

Glauben Sie, dass die Bewachung in der Kreisklasse jetzt noch härter wird?

Das kann ich nicht einschätzen. Aber ich glaube, das macht keinen großartigen Unterschied.

Was ist das Geheimnis Ihrer guten Quote? Was sind Ihre Stärken?

Ein Geheimnis gibt es nicht. Natürlich spielt Glück eine große Rolle. Aber ich muss auch meine Mitspieler loben, die mir die Bälle immer so auflegen, dass ich meistens nur einschieben muss. Bei den Stärken würde ich behaupten, dass mein Schuss nicht so schlecht ist und das ich einigermaßen schnell bin.

Welches Fußball-Schuhmodell bevorzugen Sie?

Ich trage schon mein ganzes Leben lang Fußballschuhe von Adidas. Aktuell habe ich den X Speedflow.

Warum fehlt in der deutschen Nationalmannschaft so ein Stürmertyp wie Sie?

Die Frage ist schwer zu beantworten. Ich bin aber der Meinung, dass man nicht zwingend so einen Stürmertyp braucht, um erfolgreich zu sein. Selbst ein Timo Werner hat in Leipzig gezeigt, dass er sehr viele Tore schießen kann. Also warum nicht auch bei der Nationalmannschaft.

Das Gespräch führte

Thomas Sturm