FC 05 Schweinfurt - TSV Aubstadt (Samstag, 14 Uhr)

Unentschieden. Sieg. Sieg. Der Trend vor dem Unterfranken-Derby spricht natürlich für den FC 05 Schweinfurt, der die Auftakt-Delle - 1:1 in Buchbach - längst ausgebeult hat mit den überzeugenden Siegen gegen den TSV Rain/Lech (5:1) und am Dienstag bei der SpVgg Greuther Fürth II (4:1). Zehn Tore also in drei Spielen von der in der jüngeren Vergangenheit nicht immer überzeugenden Schnüdel-Offensive.

Vor Neid erblassen wird man im Milzgrund nun nicht gerade, aber Tatsache ist, dass die Aubstädter in der Disziplin des Toreschießens Luft nach oben haben nach zwei torlosen Unentschieden gegen Unterhaching und in Rosenheim sowie der jüngsten 1:2-Heimniederlage gegen Spitzenreiter SpVgg Bayreuth, als durch Christopher Bieber zumindest der Saison-Premierentreffer gelang. Nichts, was Freude hervorrief, weil vor den knapp 1000 Fans doch deutlich mehr drin war gegen die nach einer Stunde nach einer Ampelkarte dezimierten Oberfranken. Erinnert sei zum Beispiel an den verschossenen Strafstoß von Ingo Feser beim Stand von 0:1.

Ja, die 05er sind der Favorit, nehmen diese Bürde als selbst ernannter Titelanwärter auch gerne auf sich. Verneint, und das mit Nachdruck, wird vom Trainer allerdings die Frage, ob die Mannschaft etwas zu selbstsicher auftreten könnte. Ob Gefahr drohe, von Wolke 7 geschubst zu werden. "Die Tiefstapelei macht Aubstadt schon clever. Die machen sich gerne kleiner als sie sind. Aber da ist Qualität, weshalb ich ein interessantes Spiel erwarte", sagt Tobias Strobl, der den Samstags-Gegner zuletzt hatte beobachten lassen.

Noch so ein Beispiel dafür, dass ein David gegen Goliath-Vergleich im Sachs-Stadion unangebracht ist. Weil der Dorfverein längst keiner mehr ist. Findet übrigens auch Martin Thomann, der es als Ex-Abschter ja wissen muss. "Deren Kader ist breit aufgestellt und das Team hat einen extrem guten Charakter", lobt der Flügel-Stürmer, der von seinem Coach die Attribute "Wucht und Zielstrebigkeit" verpasst bekommt. Und der nach längerer Verletzungspause pünktlich zum Derby wieder zur Verfügung steht, "auch wenn mir noch ein paar Körner fehlen." Weil die Kollegen zuletzt so gut funktionierten, wird "Mörtl" wohl erst einmal auf der Bank Platz nehmen. Dort wird auch der aus Fürth gekommene Neuzugang Malik McLemore erwartet, der laut Strobl "Geschwindigkeit und Dynamik" mitbringt und bis Samstag spielberechtigt sein sollte. Verzichten müssen die Schweinfurter weiter auf Lukas Billick.

1500 Fans dürfen kommen

Wie in der Vorwoche, sind wieder 1500 Zuschauer im Sachs-Stadion zugelassen. Knapp 1000 Karten waren am Freitag verkauft. Es gelten die gleichen Bestimmungen wie vor einer Woche: 250 Fans unter dem Tribünendach mit Abstand und ohne Maske; 1250 auf den Stehrängen, mit Abstand - und mit Maske.