Die Fahrgemeinschaft ins Mittelfränkische ist kleiner geworden. Und das, obwohl in dieser Saison sogar mehr ehemalige Spieler der Kissinger Wölfe in Höchstadt spielen als dies in der vergangenen Runde der Fall war. Zum Training oder zu den Spielen reist der in Schweinfurt lebende Mikhail Nemirovsky zusammen mit dem Wahl-Kissinger Benni Dirksen an. Anton Seewald, der ehemalige Torjäger der Kurstädter erspart sich die Fahrerei, ist nämlich mittlerweile an die Aisch gezogen.

Nach vorangegangenen, eher glücklosen Stationen in Haßfurt und Schweinfurt trägt nun auch Domantas Cypas das Trikot des Oberligisten. "Ich kenne Domantas aus unseren gemeinsamen Kissinger Zeiten natürlich bestens. Weil ich seine Stärken kenne, bekommt er bei mir eine faire Chance", sagt Nemirovsky über den litauischen Verteidiger. Das gilt auch für den in Würzburg lebenden Dimitri Litesov, mit dem Nemirovsky vor Jahren gemeinsam in Schweinfurt spielte.

Kontakte zu anderen ehemaligen Mitspielern in Bad Kissingen bestehen natürlich ebenfalls. Eugen Nold, Christian Masel, Kevin Faust oder Romans Nikitins erwähnt Nemirovsky in diesem Zusammenhang. Und Niko Grönstrand, der mittlerweile im kanadischen Toronto lebt und sogar mit einer Bad Kissingerin verheiratet ist. Hin und wieder schauen Wölfe-Fans in Höchstadt vorbei, um der guten alten Zeiten willen. Dort, wo in den nächsten Tagen wieder Eishockey gespielt werden kann nach corona-bedingter Zwangspause, die auch Nemirovsky in die Quarantäne gezwungen hatte. Der 46-Jährige ist mittlerweile übrigens "nur" noch Trainer. "Das ist für mich ein Vorteil, aber das Spielen vermisse ich sehr."