FC 06 Bad Kissingen - FSV Krum (Samstag, 16 Uhr )
Rückkehrer FC 06 Bad Kissingen (1./12) mischt weiter die Bezirksliga auf und grüßt vor dem Match gegen den FSV Krum (9./7) sogar als Tabellenführer. Auch der 3:0-Auswärtssieg beim SV-DJK Unterspiesheim, der damit ganz humorlos wieder von der Spitze geholt wurde, war ein überzeugender. Auch wenn 06-Coach Thomas Lutz anmerkt, "dass es für uns vom Spielverlauf durchaus positiv gelaufen ist. Auch Unterspiesheim hatte anfangs seine Momente. Dann wurden wir immer stabiler und hatten eine gute Struktur im Spiel." Den FSV Krum, der sich jüngst beim 4:2 über Schlusslicht Ramsthal schadlos hielt, stuft Lutz als durchaus gefährlich ein: "Ich habe mir sagen lassen, dass sie starke Qualität in Bezug auf Teamgeist besitzen und sehr geschlossen auftreten.
Wir wollen auf eigenem Platz aber versuchen, das Spieltempo zu bestimmen und uns nichts aufzwingen lassen, was uns nicht gefällt. Es gilt einen Rückstand zu vermeiden, sonst werden die Räume noch enger und es wird deutlich schwieriger." Kissingens Trainer baut da auf seine bisher stabile Viererkette um Dirigent Christian Heilmann, die erst zwei Gegentreffer im bisherigen Saisonverlauf kassierte. "Immerhin hat Krum schon acht Tore erzielt. Das ist nicht wenig", so Lutz. Nicht mit von der Partie sein kann Offensivmann Vlad Ruja, aber aus einem erfreulichen Grund: Bei ihm läuten die Hochzeitsglocken. Routinier Ervin Gergely ist zwar angeschlagen, einem Einsatz sollte aber nichts im Weg stehen.

FT Schweinfurt - TSV Münnerstadt (Samstag, 16 Uhr)
Mit dem erhofften Dreier aus dem Heimspiel gegen Wiesentheid im Gepäck reist der TSV Münnerstadt (5./9) zur FT Schweinfurt (14./1), die beim FC Strahlungen (0:0) ihren ersten Saisonpunkt ergattern konnte. TSV-Coach Thomas Dietz hofft auf ein positives Ergebnis auf der Maibacher Höhe, um sich im vorderen Drittel der Tabelle möglichst festzusetzen. "Wir wollen dort natürlich etwas mitnehmen und Punkte sammeln, aber wir stellen uns auf ein schwieriges Spiel ein. Der Gegner wird, wie zuletzt Wiesentheid, tief stehen und über den jungen Dominik Popp auf Konter lauern", sagt Dietz. Dies war das Erfolgsrezept der Turner auch im Rückspiel der vergangenen Saison, als eben jener Popp den 1:0-Siegtreffer über eigentlich klar dominierende Mürschter erzielte. Mit dem gleichen Ergebnis, allerdings für die Seinen, wäre auch der TSV-Coach zufrieden. "Klar will man immer gerne mit 4:0 oder 5:0 gewinnen, aber das ist in dieser Liga nicht möglich, denn dort gibt es lauter gute Teams mit Trainern, die eben auch einen Plan haben", denkt Dietz dabei gerade an das letzte Spiel, als Geduld gefragt war und der Siegtreffer durch Simon Snaschel erst in der Schlussminute fiel. "Das war nicht einfach gegen Wiesentheid. In der ersten Hälfte haben wir zu langsam agiert, was nach der Pause besser war und wir dann auch mehr zusetzen konnten als der Gegner", fand Dietz den Sieg letztlich verdient.

SV Riedenberg - FC Gerolzhofen (Sonntag, 15 Uhr)
Vom Papier her eine lösbare Aufgabe wartet auf den SV Riedenberg (10./5), der den noch punktlosen Tabellenvorletzten FC Gerolzhofen (15./0) empfängt. Beim 1:1 in Oberschwarzach am vergangenen Wochenende konnte die Elf von Trainer Rüdiger Klug positiv überraschen und hatte bei zwei dicken Gelegenheiten in Durchgang zwei sogar den Sieg auf dem Schlappen. "Es war von uns nach dem Wechsel ein gutes Spiel und das zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Diesen Punkt haben wir gerne mitgenommen und freuen uns jetzt auf das Spiel gegen Gerolzhofen", sagt Klug. Dennoch erwartet der SV-Übungsleiter mit den Steigerwäldern einen Gegner, der auf Biegen und Brechen kämpfen wird. "Das wird nicht einfach für uns. Wir müssen da von der ersten Minute an hellwach sein. Wichtig wird sein, über ein kompaktes Mittelfeld Dominanz, Aggressivität und Schnelligkeit auszustrahlen. Vor allem im Umschaltspiel nach vorne und nach hinten", so Klug. Gegner FC Gerolzhofen um Trainer Robert Tioka-Wirth bekommt derzeit kein Bein auf den Boden. Zahlreiche individuelle Fehler begünstigen leichte Tore des Gegners, die zu Niederlagen führen, obwohl man mit Ausnahme der Wiesentheid-Partie (0:4) stets auf Augenhöhe war. Beim SV Riedenberg kehrt Florian Dorn wieder in den Kasten zurück, sein glänzender Vertreter Stefan Wich kann sich wieder voll aufs Tore schießen konzentrieren. Philipp Dorn und Thomas Vorndran kehren aus dem Urlaub zurück, in den sich Simon Hergenröder verabschiedet.

SV Ramsthal - TSV Gochsheim (Sonntag, 15 Uhr)
Unterschiedlicher könnte die bisherige Saisonbilanz vor dem ersten Bezirksliga-Duell der beiden Meister aus den Schweinfurter Kreisligen kaum sein, denn während Gastgeber SV Ramsthal (16./0) bisher komplett leer ausging, konnte der TSV Gochsheim (3./10) rundum überzeugen und ist ohne Niederlage. Zuletzt spielte das Team vom Trainer-Duo Dominik Ruh und Stefan Riegler immerhin 2:2 gegen eigentlich hochgewettete, aber noch nicht richtig in die Pötte gekommene Geesdorfer. Dagegen unterlagen die Romsler beim FSV Krum (2:4) völlig verdient zum fünften Mal in Serie und verärgerten mit der eigenen Spielweise ihren Coach Nico Schell: "Ich hatte gehofft, dass wir einen Schritt nach vorne machen, aber das Gegenteil war der Fall und wir waren mit dem Ergebnis noch gut bedient. Der Gegner hatte zu viel Raum, weil wir viel zu weit weg von den Leuten standen." Dies sollte sich, wenn es nach Schell geht, schleunigst ändern, sonst hängen auch im Aufsteiger-Duell die Trauben zu hoch. "Das wird nicht leichter. Gochsheim schätze ich noch spielstärker ein. Sie sind extrem spritzig und spielen einen schnörkellosen Offensivfußball. Wir müssen da deutlich mutiger und aggressiver auftreten. Hier besteht die Gelegenheit für uns, all das, was wir am vergangenen Wochenende falsch gemacht haben, besser zu machen", wünscht sich ein unzufriedener Schell eine Trotzreaktion seines Teams, das vor allem in der Defensive Gochsheims "Sturm-und-Drang"-Akteure um den Führenden in der Torschützenliste, Nico Kummer, in den Griff bekommen sollte.