So richtig rund lief es nicht in der Rennsaison 2015 für das Mountainbiketeam "Schwarze Berge" aus Geroda. Als nach dem letzten Rennen die Punkte für den Frankencup - eine Mountainbikerennserie in Unter- und Mittelfranken - zusammengezählt wurden, durfte lediglich Johann Schubert (AK U11) auf die oberste Stufe des Siegerpodestes klettern. Mit drei Siegen in fünf Rennen ließ er seine Konkurrenten hinter sich und gewann den Frankencup bereits zum vierten Mal in Folge. Weitere Podestplätz erreichten: Maria Zehner (U13), dritter Platz, Anna Schubert (U15), dritter Platz, und Diana Schlereth (U17), zweiter Platz. "Besonders erfreulich war der zweite Platz im Frankencup von Max Walter aus Bad Brückenau, der erst im Frühjahr zum Team "Schwarze Berge" gestoßen war und somit in der ersten Wettkampfsaison seinen ersten Erfolg feiern konnte", betonte Abteilungsleiter Andreas Schubert.
Eine ganze Reihe von Stürzen, Defekten oder
Erkrankungen verhinderten in der abgelaufenen Saison ein besseres Abschneiden der Mountainbiker aus der Rhön. So stürzte Noah Kuhn im Auftaktrennen gleich zwei Mal und musste damit bereits alle Hoffnungen auf eine gute Platzierung im Frankencup begraben. Doppeltes Sturzpech hatte auch Anna Schubert beim Cross-Country-Rennen in Schraudenbach. Sie musste das Rennen zudem mit einem verbogenen Lenker zu Ende fahren. Beim Saisonfinale in Güntersleben wurde sie auf eine falsche Strecke geleitet. Dadurch war nicht nur der Podestplatz im Rennen dahin, sondern auch der zweite Platz in der Frankencupwertung. Bei Diana Schlereth (U17) fiel während eines Rennens die Bremse aus - an ein Weiterfahren war nicht zu denken. "Bereits im ersten Rennen war Diana in Führung liegend gestürzt und der bereits sicher geglaubte Sieg in weite Ferne gerückt", berichtete Andreas Schubert. Noch heftiger erwischte es einen Fahrer aus der U11, der beim Versuch, einem Fahrer auszuweichen, der die abschüssige Strecke blockierte, stürzte und gegen die Streckenabsperrung geschleudert wurde und nachfolgend ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. "Der mühsam erarbeitete Vorsprung eines anderen Fahrers aus unserem Team war dahin, weil ein übermotivierter Vater beim Anfeuern seines bereits überrundeten Kindes die komplette Rennstrecke blockierte", ärgerte sich Schubert.
In Sachen unfairem Verhalten hatte der Abteilungsleiter noch eine Steigerung in petto. "Geht ein Sturz zuweilen noch auf das eigene Konto, so war es geradezu unfassbar, welchem Problem sich die für uns startenden Moritz Zehner (Oberleichtersbach) und Max Poppe (Aschach) beim Teambiathlon in Sparbrod nach dem Zieleinlauf gegenübersahen. Vom Start weg in Führung liegend kamen die beiden Jungs der Altersklasse U13 mit der Überzeugung ins Ziel, das Rennen gewonnen zu haben. Was sie nicht wussten - ein Team war bereits im Ziel. Dieses war einfach die fünf Kilometer kürzere Strecke der jüngeren Altersklasse gefahren und nicht bereit, vom ersten Platz zurückzutreten. Fairness sieht anders aus." Doch die Fahrer vom MTB-Team"Schwarze Berge" werden in der kommenden Saison wieder an den Start gehen - auf hoffentlich freien Strecken, mit funktionierenden Bremsen und gegen faire Gegner.