Im Glaspalast von Sindelfingen stellte jede Nation die Besten der Besten aus ihrer Sparte bei der ISKA-Kickboxweltmeisterschaft mit 1280 Startern aus 36 Ländern. Mit 200 Kämpfern war Deutschland das größte Team, darunter befanden sich mit Holger und Nils Volz auch zwei Kämpfer vom Martial-Arts-Team des TSV Rannungen. Bevor die zwei Rannunger in ihren Hauptdisziplinen starten durften, musste Sohn Nils im Teamfight ran und kam auf den dritten Platz. Bronze ging außerdem an Vater Holger, der zusätzlich in der normalen Gewichtsklasse kämpfte.

Im Anschluss wurden die Veteranenklassen aufgerufen. Nun begann für Holger die WM so richtig, der den ersten Kampf gegen einen Engländer absolvieren musste. Mit zwei Punkten Unterschied gewann Holger und zog ins Halbfinale ein. Hier traf er auf einen Kämpfer aus Griechenland, auch diesen konnte er in der Verlängerung mit einem Punkt schlagen.
Als Finalgegner hatte er es mit seinem deutschen Teamkollegen Gero Vangelista zu tun. Beide kennen sich schon länger aus den Nationalkader- Lehrgängen und lieferten sich einen spannenden Fight, den Holger souverän mit sechs Punkten Vorsprung für sich entscheiden konnte.

Nils, Schwarzgurt-Anwärter und Co- Trainer des Martial-Arts-Teams, startete in der Klasse Junioren bis 17 Jahre über 75 kg. Wie zuvor sein Vater Holger, traf auch er auf einen Fighter aus England, das mit 86 Startern das zweitgrößte Team bei der WM aufbot. Der junge Engländer machte Nils am Anfang extrem Druck und ging mit drei Punkten in Führung, doch Nils wies ihn mit drei harten Kontern in die Schranken. Der Kampf wurde von Punkt zu Punkt härter. Nils entschied mit seinen harten Sidekicks den Kampf klar mit 12:7 für sich. Im Finale traf er auf einen ebenbürtigen Gegner aus Jamaika, ein Kampf auf Augenhöhe. Der Jamaikaner, der seine Wurzeln im Taekwondo hat, kam mit blitzschnellen Rundkicks, die Nils aber blockte und mit gezielten Backfists beantwortete. Mit drei schnellen Angriffen und Kicks zum Kopf erzielte der junge Rannunger wichtige Punkte erzielen und erkämpfte sich den WM-Titel.