TSV Aubstadt - FC 05 Schweinfurt 2:5 (0:1). Tore: 0:1 Jabiri (37., Foulelfmeter), 0:2 Görtler (46.), 0:3 Jabiri (49.), 1:3 Benkenstein (58.), 2:3 Benkenstein (76.), 2:4 Jelisic (76.), 2:5 Fery (80.)

Manchmal genügt schon ein Blick auf die Aufstellungen, um die Wertigkeit eines Spiels abzulesen: Beide Mannschaften traten vor 1500 Zuschauern mit voller Kapelle und in Bestbesetzung an. Das Achtelfinale im Toto-Pokal einfach so abschenken, das kam offensichtlich niemandem in den Sinn. Das Erreichen der nächsten Runde war das erklärte Ziel. Nur: Das merkte man eingangs nicht. Das Spiel schleppte sich in der Anfangsphase recht ereignislos von Minute zu Minute. Mit Max Schebak als einziger Spitze stand Aubstadt in einer defensiven Grundordnung. Nach elf Minuten näherten sich die Schnüdel erstmals dem TSV-Kasten an, der Krautschneider-Kopfball war aber eine leichte Beute für Torhüter Felix Reusch. Ein Weckruf für einen Offensivlauf war dies aber nicht, Aubstadt ließ sich auch in der Folge kaum aus der eigenen Hälfte locken. Schweinfurt versuchte viel, es gelang aber zunächst wenig.

Dann lief schon die 33. Minute, aber wieder war der Abschluss von Krautschneider - diesmal ein Dropkick - zu zentral. Drei Minuten später machte sich Aubstadt erstmals in der Offensive bemerkbar, Jens Trunk jagte die Pille aber über den FC-Kasten. Im Gegenzug wurde Krautschneider von Keeper Reusch unsanft von den Beinen geholt, Elfmeter, keine Frage. Adam Jabiri ließ sich diese Chance nicht entgehen und vollstreckte sicher zur 1:0-Führung der ganz in weiß spielenden Schnüdel.

Aubstadt musste mehr riskieren, verschob die Systemumstellung auf die Zeit nach dem Seitenwechsel - und bekam dafür alsbald die Quittung präsentiert: Schon wenige Sekunden nach Wiederbeginn landete eine punktgenaue Jabiri-Flanke auf dem Kopf von Nicolas Görtler, schon führte der FC mit 2:0. Für das Musterzuspiel bedankte sich Görtler zwei Minuten später, Jabiri hatte am langen Pfosten keine Mühe, um auf 3:0 zu stellen.


Aubstadt mit großer Moral

Trotz des bitteren Doppelschlags zeigte der Bayernligist eine prompte Reaktion. Die Schnüdel bekamen den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum, aus 15 Metern verkürzte Julius Benkenstein auf 1:3 (58.). Ein Treffer, der Aubstadt neues Leben einhauchte: Jens Trunk (68.) und Martin Thomann (75.) verpassten das mögliche 2:3 noch knapp, besser machte es aber Benkenstein in der 76. Minute: Aus 16 Metern verkürzte der TSVler auf 2:3. Alles wieder offen, aber nur für ein paar Sekunden. Mit Anstoß wurde ein Schweinfurter auf links geschickt, Müller ließ mittig durch für Jelisic, der Neuzugang vom BV Cloppenburg stellte mit dem 4:2 den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. Allmählich musste Aubstadt die Niederlage akzeptieren lernen, spätestens dann, als Kevin Fery einen Volleyschuss aus 20 Metern humorlos zum 5:2 (80.) versenkte. In den letzten Minuten sollte nichts mehr passieren, Schweinfurt spielte die Restzeit unbeschadet runter und darf sich über den Einzug ins Viertelfinale freuen.
TSV Aubstadt: Reusch - Benkenstein, Grader, Trunk, Köttler - Thomann, Rützel, Dellinger (83. Bauer), Hümmer, Kleinhenz (46. Bäcker) - Schebak (46. Feser)
FC 05 Schweinfurt: Schneider - Messingschlager, Paul, Janz - Fery, Billick, Haller (58. Bauer), Jelisic, Krautschneider - Görtler (66. Müller), Jabiri