Tobias Romeis ist bei der SG Oberleichtersbach/Modlos ein echtes Rhöner Urgestein. Der 30-jährige Allrounder mit viel Offensivdrang ist für seinen unermüdlichen Einsatz auf dem Rasen bekannt und im jungen Team einer der wenigen "alten Hasen". Im Interview verrät der Unterleichtersbacher, der bei einem Wohnwagenhersteller in Mottgers arbeitet, warum sich die Oberleichtersbacher und Modloser "Keilerschweine" nennen, warum Coach Stefan Brustmann ihnen extrem gut getan hat und warum ein Jahrhundertspiel gegen die DJK Schondra kein Alptraum sein müsste.

Mit dem Aufstieg in die Kreisklasse nach drei gewonnenen Relegationsduellen hat die SG Oberleichtersbach/Modlos in der vergangenen Saison Vereinsgeschichte geschrieben. Wie hast Du die spannungsgeladene Relegation erlebt?

Tobias Romeis: Das war schon der Wahnsinn, wie der ganze Ort mobil gemacht worden ist. Es wurden ja auch Busse organisiert, damit uns die Fans zu den Spielen begleiten und ordentlich feiern konnten. Ich selbst war in den ersten beiden Partien gegen Garitz und Hendungen leider verletzt. Erst in Hammelburg, als wir gegen den FC Poppenlauer mit 6:2 gewonnen haben, wurde ich in den letzten 15 Minuten eingewechselt und war sogar an den letzten Toren beteiligt. Dieses Spiel vor einer Rekordkulisse war ein wahnsinniges Erlebnis. So etwas vergisst man sein ganzes Leben nicht mehr. Ich bin stolz, dass ich dabei sein durfte. Es waren drei faire Spiele in toller Atmosphäre. Mit dem FC Hendungen waren wir ohnehin seit Jahren freundschaftlich verbunden. Das hatte seinen ganz eigenen Reiz.