Was für ein Finalkampf. Was für eine Kulisse. Was für ein Erfolg: Stefan Heinickel gewann mit dem Compoundbogen Bronze bei den deutschen Meisterschaften in Berlin. Das ist der größte sportliche Erfolg des 29-Jährigen vom SSV Nüdlingen, der mit auffälliger Unterarm-Bemalung zur Tat geschritten war. "Das war ein Gruß an meinen Trainer und Vereinskollegen Andreas Kolb, der nicht vor Ort sein konnte. Ohne ihn hätte ich mich in den vergangenen Jahren nicht auf dieses Niveau steigern können."

Vor mehreren tausend Zuschauern in unmittelbarer Nähe des Olympiastadions gelang Stefan Heinickel ein nahezu perfekter Finalkampf. Mit erstaunlicher Coolness, äußerlich zumindest. "Ich wollte mich Pfeil für Pfeil fokussieren. Und das ist mir wohl auch gut gelungen, aber innerlich war das nervenaufreibend. Die Stimmung auf den Tribünen war ja schon am Aufwärmplatz zu spüren."

Video: Bronzefinale Berlin 2019 (Facebook)

Angefangen hatte alles im Jahr 2006. Als Fußball-Deutschland sein Sommermärchen auslebte, zog es Stefan Heinickel zu einem Schnupperschießen im Ort, um sich mit Pfeil und Bogen auszuprobieren. Quasi ein Volltreffer. Auf Landkreisebene ist der 29-Jährige seit mehreren Jahren ungeschlagen, ist mehrfacher unterfränkischer Meister und stand allein in diesem Jahr bei bayerischen Meisterschaften mehrmals auf dem Podest. Das Sportgerät des Langendorfers, der für den SSV Nüdlingen schießt, ist der sogenannte Compoundbogen.