Das schaut auf einmal gar nicht mehr so schlecht aus bei den Kissinger Wölfen. Denn die legten nach dem ersten Saisonsieg in Schongau am Wochenende nach mit vier Punkten aus den zwei Spielen gegen Geretsried. Der 6:3-Erfolg am Freitag fand bekanntermaßen unter besonderen Vorzeichen statt, weil die Kurstädter ihr zweites Heimspiel der Saison in Lauterbach bestreiten mussten. Also im Hessischen. 90 Kilometer extra für Spieler und Fans der Wölfe - und etwa 460 Kilometer für die Oberbayern, die prompt im Stau standen, weshalb das erste Bully mit 45-minütiger Verspätung erst gegen 21.15 erfolgte. Noch etwas hüftsteif nach der langen Fahrt, wurden die Geretsrieder im ersten Drittel regelrecht an die Wand gespielt. Sehr zur Freude der knapp 100 Wölfe-Fans, die Tore von Semjon Bär (2.), Christian Masel (6.), Anton Seewald (7.), Kristaps Millers (10.) und Jan Jarabek (11.) bejubeln durften. Den ersten Treffer der Gäste im Mitteldrittel beantwortete Simon Eirenschmalz mit dem 6:1, ehe die Gäste mit zwei weiteren Toren die Niederlage in Grenzen hielten.

Revanche-Gelüste

Weitaus mehr gefordert wurden Mikhail Nemirovsky und Co. zwei Tage später in Mittenwald, wo die Riverrats aufgrund der Umbaumaßnahmen im heimischen Stadion ausweichen müssen. Dass die ESC-Cracks auf Revanche aus waren, wurde schnell klar, weil Wölfe-Goalie bereits nach 32 Sekunden erstmals überwunden war durch den Schlagschuss von Ondrej Horvath. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Gäste erst Pech hatten beim Pfostenschuss von Anton Seewald, Sekunden später dann doch zum Ausgleich kamen, als Jona Schneider nach einem Pass von Christian Masel zur Stelle war (12.).