Zum Ende der englischen Woche, gleichzeitig auch Beginn der nächsten, kommt es zum zweiten Unterfrankenderby in der Bioenergie-Arena. Nach Sand, das die Grabfeld-Gallier des TSV Großbardorf im Auftaktspiel mit 3:0 abgefertigt haben, gastiert am Samstag (16 Uhr) mit dem Würzburger FV ein Team im Grabfeld, das derzeit angeschlagen ist, da der sportliche Erfolg bisher weitgehend ausgeblieben ist. Nur vier Punkte aus den sechs Partien sind für die Ambitionen der Zellerauer zu wenig. Nach der unglücklichen 1:2-Niederlage gegen die DJK Don Bosco Bamberg - das entscheidende Tor fiel durch ein Eigentor in der Nachspielzeit - mehrten sich die Stimmen, die eine Ablösung von Trainer Christian Graf forderten.


Ex-Gallier im Würzburger Team

Im Kader der Gäste stehen mit Simon Heim und André Koob auch zwei ehemalige Bardorfer.
Koob, der die ersten Spiele gesperrt war, hütete in den letzten beiden Partien das Gehäuse der Zellerauer, während Heim verletzt ist. Solche Sorgen wie sein Gegenüber braucht Großbardorfs Trainer Dominik Schönhöfer nicht zu haben. Eher, ob die Kräfte seiner Spieler für dieses Derby reichen. Denn die Hitze hat doch dem einen oder anderen Spieler enorm zugesetzt. "Die englische Woche bei den herrschenden hohen Temperaturen merkst du. Einigen Spielern siehst du den Kräfteverschleiß an. Derzeit jobben auch noch viele meiner Studenten, was bei den Temperaturen von über 30 Grad in den Produktionshallen enorm anstrengend ist. Deshalb ist die Regeneration sehr schwierig. Aber sie machen das bisher prima und ich hoffe, dass wir die Leistung weiter so kompensieren und durchhalten", hofft Schönhöfer. Auch beim Pokalsieg unter der Woche beim Landesligisten Euerbach/Kützberg haben die Spieler ihren Coach voll überzeugt: "Man darf die Altlasten, sprich die anstrengenden Spiele nicht vergessen. Sie haben es sehr gut gemacht."


Kräfte mobilisieren

Nun hofft Schönhöfer, dass man die noch vorhandenen Kräfte als Team noch einmal mobilisieren kann. "Es wird sicher ein intensives Match werden. Diese Spiele gegen den WFV haben immer Derbycharakter. Da kann man nie sagen, wie es läuft. Klar ist, dass sie uns alles abverlangen werden." Klar ist aber auch, dass Markus Kirchner (Knieverletzung) und Dominik Zehe nicht zur Verfügung stehen werden. Auch hinter dem Einsatz von Manuel Orf steht ein dicke Fragezeichen (Probleme im Bauchbereich). Sein Ausfall wäre sehr bitter, denn dann würde neben Kirchner und Marcel Hölderle der dritte Innenverteidiger ausfallen. Heftige Gegenwehr erwartet auch Simon Snaschel, mit drei Treffern erfolgreichster TSV-Akteur. "Wir dürfen den WFV auf keinen Fall unterschätzen und ihn auf die leichte Schulter nehmen. Denn das Team hat mehr Qualität als es der Tabellenplatz aussagt. Wir müssen voll konzentriert ins Match gehen. Ich bin aber überzeugt, dass wir das Match siegreich beenden werden", sagt der 24-jährige Volontär bei der Rhön- und Saalepost. Mit den bisher erspielten zwölf Punkten ist er ebenso zufrieden wie mit seiner bisherigen Torausbeute: "Es hätten zwar mehr sein können, aber ich kann nicht klagen." Snaschel hat sich vorgenommen, seine Ausbeute von zehn Toren aus der Vorsaison in der laufenden Runde zu erhöhen: "Es dürfen durchaus mehr sein." Sollte das eine oder andere dazukommen und der Dreier auf der Habenseite der Hausherren stehen, wäre der anschließende italienische Abend mit frischen Pizzen aus dem Steinofen und italienischen Weinen gerettet.