Am vergangenen Samstag ärgerten sich die Spieler des Bayernliga-Tabellenführers TSV Großbardorf noch, dass man beim insolventen FC Eintracht Bamberg nur einen Punkt erkämpft hatte. An diesem Samstag wäre man sicher heilfroh, wenn nach dem Schlusspfiff ein Unentschieden auf der Ergebnistafel im Sparda-Bank-Stadion aufleuchten würde. Denn die Hausherren von der SpVgg SV Weiden befinden sich zur Zeit in der Erfolgsspur und haben zuletzt 14 Partien ohne Niederlage absolviert.

Für Dominik Schönhöfer, Cheftrainer der Grabfeld-Gallier, ist die Spielvereinigung eine "Top-Mannschaft mit Top-Spielern". Die letzte Niederlage der Oberpfälzer datiert vom 12. September 2015, als die Mannschaft von Tomas Galasek mit 1:2 in Großbardorf unterlag. "In Weiden erwartet uns sicher eine extrem schwere Aufgabe, denn auch bei uns waren sie stark und wir konnten erst nach großem Kampf gewinnen", erklärt Schönhöfer.
"Wir werden alles versuchen, dort zu punkten, denn zuletzt waren unsere Auftritte ja nicht so sehr von Erfolg gekrönt." Klar ist für ihn auch, dass vor allem auf seine Defensivabteilung viel Arbeit zukommen wird. Da wäre es sicher hilfreich, wenn Innendecker Manuel Orf nach seiner Verletzung ins Team zurückkehren könnte. Überhaupt stehen sich die Teams mit den besten Abwehrreihen gegenüber. Beide haben erst 20 Gegentreffer hinnehmen müssen.

Personell sieht die Lage bei den Bardorfern alles andere als rosig aus. Neben Stefan Piecha (Rotsperre) und Simon Snaschel (Innnenbandriss) fehlen weiterhin die Langzeitverletzten Marcel Hölderle, Tobias Breunig, Manuel Ganz (alle Aufbautraining) und Markus Neder (Schulterverletzung). Auch Shaban Rugovaj wird nicht in Weiden spielen: Er musste wegen eines Trauerfalls mit er ganzen Familie in den Kosovo fliegen und kann erst am Montag zurückkommen. Damit fällt der zweitbeste Torschütze nach Simon Snaschel und die erste Alternative für das Sturmzentrum definitiv auch noch aus.

Mit ihren Personalplanungen für die kommende Saison sind die Grabfeld-Gallier derweil zwei Schritte weiter gekommen. Manuel Orf und Manuel Leicht haben ihre Verträge über die Saison hinaus verlängert. "Es sind positive Zeichen, die wir mit den Vertragsverlängerungen setzen können. und auch mit fast allen anderen Spielern des aktuellen Kaders sind wir sehr weit für die kommenden Jahre. Wir werden weiter unseren Weg mit jungen hungrigen Spielern gehen und setzen dazu extrem auf unsere Nachwuchsarbeit", erläutert Andreas Lampert.

Den Verein verlassen wird dagegen Simon Snaschel, der seit Anfang April als Sportredakteur beim Schweinfurter Tagblatt beschäftigt ist. Der berufliche Wechsel macht auch einen sportlichen nötig. Nach einem Jahr beim FC Schweinfurt 05 und zwei Spielzeiten im Trikot des TSV Großbardorf wird Snaschel in der kommenden Spielzeit wieder für seinen Heimatverein TSV Münnerstadt auflaufen.