Alexander Plättner, Boxtrainer beim TV/DJK Hammelburg, kann sich über zwei Erfolge seiner Schützlingen freuen. Der Aserbaidschaner Namig Mammedov und der Tschetschene Vaalid Tokhosaschwili nahmen an der diesjährigen Bayerischen Meisterschaft im Boxen teil und belegten die Plätze zwei und drei.
Qualifizieren mussten sich die beiden Boxer aus Hammelburg, die im Weltergewicht (bis 69 kg) starten, bei den Viertel- und Halbfinal-Kämpfen in Marktredwitz. Tokhosaschwili traf im Viertelfinale auf Sebastian Speckkampf aus Peißenberg. Nach einem ausgeglichenen Kampf gewann der TV/DJK-Boxer aufgrund seiner physischen Überlegenheit knapp nach Punkten.
Im zweiten Viertelfinale bekam es Mammedov mit dem erfahrenen Oliver Schöfer aus München zu tun. "Die erste Runde gehörte dem Münchner, die zweite ging an Namig", sah Alexander Plättner, dass sein Schützling in der dritten Runde das Tempo erhöhte.
Gekrönt wurden seine Angriffsbemühungen schließlich durch einen K.o.-Sieg.
Im Halbfinale lieferte Vaalid Tokhosaschwili David Eckert aus Stein einen Kampf auf Augenhöhe. "Da Vaalid von dem anstrengenden Vorkampf nicht komplett regeneriert war, ließ er in der dritten Runde etwas nach und verlor knapp nach Punkten", bedauerte sein Trainer. Der Halbfinalgegner von Namig Mammedov trat wegen Verletzung nicht an, so dass der Aserbaidschaner direkt ins Finale, das in Eichstätt ausgetragen wurde, einzog.
"Namig ging zu sicher und selbstbewusst in den Kampf und hat so die erste und zweite Runde etwas verschlafen", kritisierte sein Coach. Alexander Plättner registrierte, dass der Gegner David Eckert sehr passiv und nur im Rückwärtsgang agierte. "Er konnte aber einige Treffer anbringen."


Umstrittenes Urteil

Obwohl Mammedov nach Ansicht seines Coaches zu sehr auf einen K.o.-Erfolg fixiert war, setzte er in dem Fight insgesamt die härteren und genaueren Treffer. "Nach drei Runden stand für mich fest, dass Namig nach Punkten vorne lag. Die Punktrichter haben sich seltsamerweise für den Steiner David Eckert entschieden, was auch im Publikum für Kopfschütteln sorgte", ärgerte sich Alexander Plättner.