TSV Rannungen - FC Reichenbach 4:3 (2:0). Tore: 1:0 Andreas Berninger (21.), 2:0 Christian Keller (26.), 2:1, 2:2 Jannik Schäfer (53./Foulelfmeter, 65.), 3:2 Alexander Müller (71.), 4:2 Marcello Weigand (83.), 4:3 Johannes Katzenberger (85.).

Zu einer reinen Nervenschlacht entwickelte sich vor 125 Zuschauern das Landkreisderby, das mit einem Sieg der favorisierten Heimelf endete, "weil wir in der ersten Halbzeit zu wenig mutig nach vorne gespielt haben", sagte FC-Verteidiger Christian Pickel nach Abpfiff. Tatsächlich agierten die Schützlinge von Klaus Seufert zunächst feldüberlegen mit guten Gelegenheiten für Daniel Kraus, Alexander Müller und Martin Herbig, die allesamt am guten Keeper Eric Reß scheiterten. Die überfällige Führung gelang Andreas Berninger, der nach einer Ecke von Timo Stahl zunächst an die Latte köpfte. Den Nachschuss von Peter Hahn parierte der FC-Torwart, ehe der TSV-Mittelfeldregisseur wiederum per Kopf zur Stelle war. Fünf Minuten später erlief sich Christian Keller einen Pass von Timo Stahl und schob überlegt ein. Wie verwandelt kamen die Teutonen aus der Kabine zurück. Nach einem Abwehrversuch von TSV-Torhüter Benno Hobelsberger, bei dem der eingewechselte Dominik Reiter zu Fall kam, deutete Schiedsrichter Bernd Alm (Niederwerrn) auf den Punkt, von wo Jannik Schäfer per Strafstoß verkürzte. Der im Mittelfeld stark aufspielende Torschütze läutete eine Sturm- und Drangphase der Gäste ein und sorgte mit einem Schuss ins Toreck auch für den Ausgleich. Die Begegnung schien zu kippen, allerdings kam es wenig später zu einer fatalen Szene für die Mannen von Sven Ludsteck. Nach einem Diagonalpass von Berninger zog sich Patrick Hergenröther eine Oberschenkelzerrung zu, was seinen Gegenspieler Alexander Müller in Ballbesitz brachte. Dieser umkurvte Reß und schob ein. Nachdem Reiter freistehend an Hobelsberger gescheitert war (76.), baute der kurz zuvor eingewechselte Marcello Weigand die Führung für die "Gücker" aus, und zwar per Abstauber, nachdem Müller am Gäste-Keeper aus Nahdistanz gescheitert war. Doch die drei Punkte waren für die TSVler immer noch nicht eingetütet, weil unmittelbar nach Wiederanpfiff Johannes Katzenberger zu einem Alleingang ansetzte und das Leder mit einem sehenswerten Schuss in den Winkel platzierte. Die letzten Minuten verliefen hektisch, aber Torjubel brandete in einem gutklassigen Match nicht mehr auf. "Wir haben meiner Meinung nach verdient gewonnen, weil wir mehr, vor allem in der ersten Halbzeit, ins Spiel investiert haben", zeigte sich Coach Seufert erleichtert.sbp