Dramen sind mit dem "Elfmeterschießen" verbunden - Verzweiflung und Jubel liegen bei dieser ultimativen Entscheidung eines Fußballspiels ganz nahe beieinander.

Die Generation 50 plus erinnert sich an die Europameisterschaft 1976, als Uli Hoeneß im ersten Elfmeterschießen bei einem großen Turnier im Finale den Ball in den Belgrader Nachthimmel drosch und danach Antonin Panenka für die Tschechoslowakei den Ball lässig in die Tormitte zum Titelgewinn schlenzte. Beim ersten Elfmeterschießen bei einer WM war das deutsche Team ebenfalls beteiligt.

1982 gewann die BRD im Halbfinale gegen Frankreich. Die Jüngeren denken an das WM-Halbfinale 1990 in Rom, als Olaf Thon gegen England den Elfer zum 5:4 traf. Sechs Jahre später waren es wieder die Engländer, die bei der EM im eigenen Land im Halbfinale an Deutschland scheiterten.

2006 kam der berühmte Spickzettel von Andi Köpke zum Einsatz, den Torwart Jens Lehmann im Viertelfinale gegen Argentinien vor jedem gegnerischen Elfmeter aus seinem Stutzen kramte und mit diesen Tipps (und der dazugehörigen "psychologischen Kriegsführung") Deutschland ins Halbfinale brachte. Vor vier Jahren brauchte es 18 Schützen, bis sich Deutschland im EM-Viertelfinale gegen Italien mit 6:5 durchsetzte.