FC 05 Schweinfurt - TSV Aubstadt 5:2 (3:1). Tore: 1:0 Kevin Fery (22.), 2:0 Adam Jabiri (34.), 2:1 Timo Pitter (40.), 3:1 Martin Thomann (43.), 3:2 Julius Benkenstein (55.), 4:2 Adam Jabiri (56.), 5:2 Amar Cekic (77.).

Alles fiebert den Aufstiegsspielen gegen den TSV Havelse entgegen, doch während sich die Niedersachsen in aller Ruhe auf das Hinspiel am Samstag (14 Uhr) im Willy-Sachs-Stadion vorbereiten dürfen, müssen die Schweinfurter einen ordentlichen Teil ihrer Konzentration auch auf den Ligapokal richten. Genauer gesagt auf das Trostrunden-Finale, das die Schnüdel dank des Erfolges über den TSV Aubstadt an diesem Dienstag (18.30 Uhr) erneut vor heimischer Kulisse gegen Regionalligist SV Wacker Burghausen bestreiten.

Einen Titel gibt es nicht, aber der Sieger darf immerhin als Quer-Einsteiger im Totopokal weitermachen und über diesen Wettbewerb als bayerischer Vertreter auf einen Startplatz in der ersten Runde des DFB-Pokals - und damit auf hohe Einnahmen hoffen. Ebenfalls am Dienstag bestreiten der gastgebende VfB Eichstätt und die SpVgg Bayreuth das Ligapokal-Finale, dessen Gewinner einen DFB-Pokal-Startplatz bereits sicher hat. Um Stammkräfte zu schonen, hatten die Oberfranken am Samstag im letzten Spiel der Playoff-Runde zahlreiche Nachwuchskräfte aufgeboten bei der 0:7-Niederlage bei Viktoria Aschaffenburg. Spielpraxis bekam auch der Oberthulbaer Lucas Zahaczewski zwischen den Pfosten der Spielvereinigung.

Verzicht auf Torjubel

Etwas besser lief es für Lukas Wenzel, der ungeachtet der fünf Gegentreffer zu den besten Aubstadter Spielern gehörte. Der Steinacher musste im Derby früh zupacken bei Gelegenheiten für Adam Jabiri und David Grözinger, um sich dann erstmals geschlagen geben zu müssen beim platzierten Flachschuss von Kevin Fery. TSV-Coach Victor Kleinhenz musste zwar auf seinen urlaubenden Torjäger Ingo Feser und einige andere Stammkräfte verzichten, aber wie das Kaninchen vor der Schlange agierten die Grabfelder keineswegs vor den erlaubten 250 Zuschauern, allesamt auf der Tribüne des Stadions verteilt.

Frei vor FC-Keeper Luis Zwick hätte Michael Dellinger zwingend ausgleichen müssen, stattdessen gab es den nächsten Gegentreffer durch das Jabiri-Kopfballtor nach einer Flanke von Amar Suljic, der kurz darauf den Pfosten anvisierte. Beim nächsten Hochkaräter durch den Ex-Aubstädter Martin Thomann war Wenzel zur Stelle, ehe Ex-Schnüdel Timo Pitter zu diesem Zeitpunkt überraschend von der Strafraumgrenze aus den Anschlusstreffer markierte. Ärgerlich für die Gäste, dass noch vor der Pause Martin Thomann zum 3:1 traf, aus Respekt vor den ehemaligen Kollegen aber auf den Torjubel verzichtete.

Jabiri sorgt für die Vorentscheidung

Nichts, was die Kleinhenz-Elf großartig beeindruckte, die in ihrem ersten Pflichtspiel nach sehr langer Corona-Pause nach der Pause erneut verkürzte durch den Kopfball von Julius Benkenstein. Spannend wurde es aber nicht mehr, weil Augenblicke später Adam Jabiri zum 4:2 traf nach Zuarbeit von Daniel Adlung, ehe der kurz zuvor eingewechselte Amar Cekic zum Endstand einnetzte. Gegen den nahezu in Bestbesetzung angetretenen Gegner hatten die Aubstädter eine couragierte Leistung geboten, aber die individuell höhere Qualität auf Seiten der 05er machte letztlich den Unterschied. Die FC-Fans feierten ihr Team jedenfalls mit zahlreichen Gesängen. Spätestens gegen Havelse sollen 500 Zuschauer erlaubt sein, dann wird's noch lauter im weiten Rund.

Schweinfurt: Zwick - Haas, Billick, Maier (46. Yarbrough), Grözinger - Fery (60. Laverty), Ramser - Suljic (74. Cekic), Adlung, Thomann (74. Manu) - Jabiri (60. Marinkovic).

Aubstadt: Wenzel - Langhans (60. Leicht), Hüttl, Benkenstein, Seufert - Pitter, Müller, Volkmuth (71. Trunk), Rumpel (71. Grader) - Dierke (71. Bieber), Dellinger (85. Held).