Für die Handballer des HSC Bad Neustadt hat wieder der Ernst des Sportlerlebens begonnen: die Saisonvorbereitung. In den nächsten acht Wochen wird Trainer Margots Valkovskis seine Mannen scheuchen und schulen, damit sie ab dem ersten Septemberwochenende in einer deutlich stärker einzuschätzenden Ost-Staffel der 3. Liga bestehen können. Ihre erste Einheit mit ihrer neuen Mannschaft absolvierten dabei die Neuzugänge Matthias Grünert (DJK Waldbüttelbrunn) und Timo Riesenberger (SG DJK Rimpar II). Nicht mehr mit dabei waren Lukas Böhm (DJK Rimpar Wölfe), Falk Kolodziej (HBW Balingen-Weil-stetten II) und Michal Panfil. Der Pole, dessen Vertrag ausgelaufen ist und nicht verlängert wurde, wird beim Landesligisten TG Heidingsfeld als möglicher Neuzugang gehandelt.

Ohne ihn stehen Valkovskis allerdings nur noch zwei Linkshänder zur Verfügung: Jan Wicklein, der treffsicherste Rechtsaußen der Liga, und sein
Vertreter Benedikt Kleinhenz. Für den rechten Rückraum kommen beide allerdings nicht in Frage. "Ich hoffe, wir bekommen noch einen Halbrechten dazu", sagt Valkovskis, der bei der Analyse der vergangenen Saison festgestellt hat, dass seine Mannschaft "von den Ergebnissen her ihre schlechteste Phase hatte, als Lukas Böhm verletzt war." Böhm war der etatmäßige Stammspieler im rechten Rückraum. Valkovskis' Hoffnung könnte Realität werden. "Ich denke schon, dass wir noch einmal aktiv werden für die Position im rechten Rückraum", so Dieter Schulz, HSC-Vorsitzender und Geschäftsführer der Spielbetriebsgesellschaft. Zuletzt waren zweimal Vertragsverhandlungen geplatzt, weil sich der Klub und ein potenzieller Neuzugang nicht über das Finanzielle einigen konnten.


Die Grundlagen schaffen

In den ersten Wochen der Vorbereitung stehen Lauf-/Kraft- und Grundlagenausdauereinheiten auf dem Trainingsplan. Nach und nach werden die Ball-Anteile erhöht, sagt Valkovskis. Etwa ab der Hälfte der achtwöchigen Vorbereitungsphase wird intensiv mit dem Ball geübt und Spielvarianten einstudiert.

Das erste Testspiel ist für den 16. Juli geplant, dann gibt Aufsteiger HSG Hanau seine Visitenkarte in der Bürgermeister-Goebels-Halle ab. Die Höhepunkte der Testphase sind die Kräftemessen mit den Bundesligisten HSC 2000 Coburg (29. Juli in Coburg) und HBW Balingen-Weilstetten (DHB-Pokal, 27. August, in Aue). "Wir sind in der Vorbereitung so gut wie lange nicht aufgestellt", sagt Schulz. Was nicht zuletzt am starken Engagement von Fitnesstrainer Carsten Pusch läge.

Eine konzentrierte Vorbereitung tut auch Not. Sportlich gesehen erwartet den HSC eine Liga, deren Niveau noch einmal deutlich gestiegen ist. "Die Ost-Staffel hat fast schon Zweitliganiveau", sagt Schulz mit Blick auf die Liga-Neuzugänge HF Springe (Absteiger wegen Lizenzentzug), Eintracht Hildesheim und TSV Burgdorf II aus der Spitzengruppe der 3. Liga Nord sowie den HC Elbflorenz und den TV Großwallstadt, die beide aufgerüstet haben. dr