SV Riedenberg - FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen 2:3 (0:3). Tore: 0:1 Robin Döll (14.), 0:2 Michael Röder (23.), 0:3 Benjamin Schneider (43.), 1:3 Philipp Dorn (75., Foulelfmeter), 2:3 Maximilian Spahn (78.). Gelb-Rot: Kevin Lormehs (90., Riedenberg).

Für die Rannunger "Gügger" lief in Riedenberg zunächst alles nach Plan. Eine kuriose Kopfballbogenlampe von Robin Döll senkte sich hinter Keeper Sean Klein in die Maschen. Der Riedenberger Schlussmann stand so weit vor der eigenen Torlinie, dass er im Rückwärtsgang das Leder nicht mehr erreichen konnte. Philipp Dorn hatte den Ausgleich auf dem Fuß, zielte aber haarscharf am kurzen Pfosten vorbei (18.). Besser machte es der Rannunger Michael Röder, der im Strafraum völlig alleine gelassen wurde und flach ins lange Eck einschieben durfte. Wiederum Philipp Dorn hätte für Hoffnung bei den Platzherren sorgen können, er setzte die Kugel aber freistehend am langen Pfosten vorbei (27.). Auf rutschigem Geläuf nahmen die Rannunger nun den Fuß ganz bewusst vom Gaspedal. Als der Riedenberger Maximilian Spahn fünf Meter vor dem Rannunger Kasten selbigen in haarsträubender Manier verfehlte, deutete sich bereits eine Heimschlappe an (38.). Einen Blackout von Keeper Sean Klein nutzte Benjamin Schneider zum dritten Rannunger Treffer kurz vor der Pause. Klein hatte versucht, den Rannunger Angreifer im Strafraum aussteigen zu lassen, was völlig misslang. Nach der Pause zogen sich die "Gügger" weit in die eigene Hälfte zurück und lauerten auf Konter. Die Riedenberger belagerten zwar mit viel Engagement den Kasten von Benno Hobelsberger, waren im Abschluss aber viel zu harmlos. Die Rannunger verwalteten den Vorsprung clever, kamen durch Fabian Erhards Tempogegenstöße nur noch zu wenigen echten Chancen. Dass der Riedenberger Lukas Hergenröther das Leder aus drei Metern über den Rannunger Kasten drosch, passte irgendwie ins Bild. Nach Foul an Kevin Lormehs versenkte Philipp Dorn den Strafstoß souverän per Flachschuss ins Toreck. Im Gegenzug hatte Michael Röder das 1:4 auf dem Schlappen, setzte das Leder aber knapp über die Riedenberger Querlatte. Der unermüdliche Dauerläufer Maximilian Spahn belohnte den hohen Riedenberger Aufwand mit dem hochverdienten Anschlusstreffer aus Nahdistanz und sorgte für eine extrem emotionale Schlussphase, in der Rannungens Fabian Erhard nach einem Konter den Ball per Lupfer an den Außen-Pfosten setzte. Die Nervenschlacht in der Nachspielzeit mit viel Geschrei, Getrete und Gewürge war eines Kreisligaspiels dann eher unwürdig.bit