Reinhart Vogler lief bei den Deutschen Berglaufmeisterschaften der Senioren erneut in die Medaillenränge. In Schwangau holte der Sportler vom TV Bad Brückenau beim Tegelberglauf Silber in der Altersklasse M-65. Der Wettbewerb hatte es in sich. Auf der acht Kilometer langen Strecke von Schwangau zur Bergstation der Tegelbergbahn mussten nicht weniger als 900 Höhenmeter bewältigt werden. Dabei ging es nach dem Start sogar noch einen Kilometer leicht bergab.

Der Titelverteidiger aus Schwärzelbach war dieses Mal von Beginn an in der Verfolgerrolle. Rudolf Pletzer vom TSV Frickenhausen drückte nach dem Start so richtig auf die Tube. "Er war immer vor mir, mal näher, mal weiter. Ich bin einfach nicht herangekommen", berichtet Vogler. Der letzte Teil der Strecke war selbst für Vogler, der schwere Strecken bevorzugt, eine Herausforderung. "Es waren Treppen mit bis zu 50 Zentimeter hohen Stufen und ein extrem steiler Bergpfad. Da muss man die Hände auf die Knie drücken und versuchen, so schnell wie möglich zu gehen", erzählt der 65-Jährige. Seinen Kontrahenten konnte er dennoch nicht mehr einholen. Der siegte am Ende unangefochten in 54:24 Minuten. Knapp 50 Sekunden später war auch Reinhart Vogler im Ziel, der sich dennoch über Silber freute. "Er ist ein sehr guter Bergläufer und war an diesem Tag einfach stärker", lobte Vogler den neuen Deutschen Meister, den er in der Vergangenheit mehrmals bezwungen hat.

Schon Ende August hat bietet sich die Chance für eine Revanche. Da startet Reinhart Vogler bei den Weltmeisterschaften. Im italienischen Susa wartet wieder eine schwere Strecke auf die Läufer. Auf 6,5 Kilometer müssen da 800 Höhenmeter bewältigt werden. Dennoch rechnet sich Vogler Chancen auf eine Platzierung unter den besten Sechs aus.