FV Egenhausen - TSV Rannungen (Mittwoch, 18.30 Uhr, in Egenhausen)
Auf das Rückspiel will sich Werner Köhler, Trainer des TSV Rannungen, nicht unbedingt verlassen: "Wir wollen bereits in Egenhausen die Basis für ein Erreichen der zweiten Relegationsrunde legen", lautet seine Ansage.
Über den Gegner, der sich erst durch einen Last-Minute-Treffer von Jonas Pfeuffer beim 2:2 beim TSV Abtswind II für dieses Spiel qualifizierte, weiß man bei der "Gügger-Elf" nicht allzu viel. "Die Mannschaft soll kompakt auftreten, verfügt über einige Routiniers und ist auf jeden Fall nicht zu unterschätzen", sagt Köhler, der sicher ist, dass sein Kollege Dieter Noack noch taktische Tricks in die Waagschale werfen wird.


Ein alter Bekannter

Noack, noch bestens bekannt als Trainer der TSVgg Hausen, hat in Tobias Kraus seinen erfolgreichsten Schützen (14 Treffer), im Defensivbereich baut er auf die Routine von Manuel Hochrein. "Egenhausen ist etwas unberechenbar", so Bergrheinfelds Trainer Wolfgang Hau, "an einem guten Tag können sie jeden Gegner in Grund und Boden spielen, aber die Saison hat bewiesen, dass es auch schlechte Tage gibt."

Vornehmlich gute hatten die TSVler, die sich schon seit längerer Zeit auf die Relegation vorbereiten und ihre Kräfte so schonen konnten, was laut ihrem Trainer ein nicht unerheblicher Vorteil sein kann. Dieser führt das Erreichen des zweiten Tabellenplatzes nicht nur auf das spielerische Können seiner Schützlinge zurück. "Was uns in dieser Saison unheimlich genutzt hat, war die körperliche Fitness der Spieler, wir wurden gerade in der Rückrunde von schwerwiegenden Verletzungen verschont und können in personeller Hinsicht auch in Egenhausen aus dem Vollen schöpfen."

Was er an taktischen Maßnahmen im Köcher hat, wollte er nicht verraten, "aber es macht keinen Sinn, jetzt alles, was in der Saison gut geklappt hat, umzuschmeißen und die Spieler in ein ungewohntes Gerüst zu zwingen." Sein Traumergebnis wäre natürlich ein Unentschieden.

FC Sand II - SV Riedenberg (Mittwoch, 18.30 Uhr, in Sand)
Nach den zum Teil unglaublichen Ergebnissen in fast allen Klassen am vergangenen Spieltag dürfen sich die Fans wieder auf spannende Auseinandersetzungen freuen, in denen sich die Kontrahenten einen Kampf bis zu letzten Minute liefern werden. Oder auch nicht, denn erfahrungsgemäß gilt bei den Hinspielen - die Wege des FC Sand II und des SV Riedenberg kreuzen sich gleich noch einmal am Samstagnachmittag - Vorsicht.

So erklärt auch Riedenbergs Coach Marius Kubo, "dass wir uns eine gute Ausgangsposition verschaffen, also möglichst ohne Gegentreffer die Heimreise antreten wollen." Das Vorhaben wird dabei eine starke Defensivarbeit erfordern, denn die gastgebende Bayernliga-Reserve ist geradezu eine Torfabrik. Am letzten Wochenende knackten die Schützlinge von Coach Christian Michl beim 7:0 gegen den TSV Prappach die 100-Tore-Marke, "insgesamt 106 Saisontore weisen auf, wo der Gegner seine Stärken hat", sagt Kubo ohne Umschweife. Dass es für die Mainstädter dann trotz 71 Punkten nicht zum direkten Aufstieg reichte, lag an einem Treffer, den direkten Vergleich gegen den punktgleichen Meister TSV Knetzgau verlor man ganz knapp (3:2/1:3).

Die Sander, deren erfolgreichster Torschütze Mario Knop (17 Treffer) gar nicht an der Spitze der Torschützenliste zu finden ist, verfügen über ein spielstarkes Aufgebot, die 106 Treffer wurden von vielen Akteuren erzielt. "Die Sander spielen flott nach vorne, kombinieren sich durch und fackeln im Abschluss nicht lange", sagt Kubo, der sich eigentlich immer noch wundert, dass man die Relegation geschafft hat.

"Wir waren nach einer ganz schlechten ersten Halbzeit gegen die Freien Turner doch schon mausetot, erst der Kraftakt in der letzten halben Stunde hat uns gerettet. Das war ein Sieg der Moral. Wir können unsere spielerischen Mängel derzeit über leidenschaftlichen Kampf und mit unbändigem Siegeswillen kompensieren." In personeller Hinsicht wird es am Mittwochabend kaum Veränderungen geben, definitiv fehlen wird nur Nicolas Krapf (Urlaub), zurückgemeldet hat sich dafür Christoph Dorn. Hinter dem Einsatz von Stefan Wich, der angeschlagen ist, steht noch ein Fragezeichen.

SG Markt Geroda - TV Jahn Winkels (Mittwoch, 18 Uhr, in Wollbach/KG)
Über die Chancen der Kontrahenten, die sich am Mittwochabend am "Männerhölzlein" in Wollbach unter der Spielleitung von Bezirksliga-Referee Thomas Habermann (Mittel-/Oberstreu) duellieren, hüllten sich die Verantwortlichen eher in Schweigen. Allgemein wird erwartet, dass die Tagesform entscheiden wird.

Bei der SG war Coach Hubert Wehner erst einmal froh, dass seine Schützlinge in die Saisonverlängerung gehen dürfen, am Sonntag war beim Gastspiel in Hassenbach Zittern bis zur 86. Minute angesagt. Erst da gelang Johannes Kohl der entscheidende Treffer beim 3:2-Sieg. Mit dem Dreier wurde die punktgleiche SpVgg Detter/Weißenbach aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs noch auf Platz Drei verdrängt.


Zuletzt viel Moral bewiesen

"Solche Nervenschlachten sollten wir uns in der Relegation ersparen", so Wehner, der allerdings mit leichtem Optimismus ins Match geht, "weil unsere personelle Situation ganz gut ist." Er hat bis auf Tobias Schneider (Urlaub) alle Mann an Bord, auch seinen in der Saison erfolgreichsten Schützen Matthias Kohl (zehn Treffer) sowie die Routiniers Benedikt Theimer und Tim Weiß. Zudem hat die Mannschaft in den vergangenen Spielen Moral bewiesen, Rückschläge wettgemacht und eine Leidenschaft gezeigt, "die auf ein Weiterkommen hoffen lässt".

Beim Jahn galt es am vergangenen Wochenende noch, die 2:3-Niederlage bei der DJK Salz II/Mühlbach zu verdauen, aber die punktemäßige Nullnummer sollte die Schützlinge von Spielertrainer Christian James nicht aus der Bahn geworfen haben. Dessen Mannen sprühen vor Ehrgeiz, dürften sich aufgrund der vielen Spielausfälle kräftemäßig nicht am Limit bewegen und sind schon in Richtung "Aufstieg" hochmotiviert. Über die Siegchancen hielt man sich bei den Jahn-Verantwortlichen um Abteilungsleiter Bernd Hillenbrand ebenfalls bedeckt. "Wir erwarten ein spannendes Spiel und hoffen auf die Treffsicherheit von Salvador Kirmisse, Aleksey Razvaliaev und Thomas Wittmann, wichtig wird auch die Form unseres Torhüters Sergej Bilmann sein."