Erst eins von zehn Spielen haben die Kissinger Wölfe in der Zwischenrunde absolviert. Und doch geht es schon um richtig viel an diesem Wochenende, an dem die Unterfranken gleich zweimal auf Reisen gehen. Am Dreikönigstag (20 Uhr) treten Nemirovsky und Co. beim ERSC Amberg an, der mit zwei Siegen und fünf Punkten glänzend gestartet ist. Am Sonntag (18 Uhr) wird die Anreise noch ein wenig länger mit dem Gastspiel beim EV Dingolfing. Bei den Niederbayern also, die das Hinspiel kurz vor Jahresende mit 8:4 gewannen, weil die Kissinger Wölfe ein desolates Schlussdrittel gezeigt hatten angesichts der fünf Gegentore. So hatte sich Donatas Zukovas seine Premiere sicher nicht vorgestellt. Der neue Goalie bekam seine erste Einsatzzeit in den letzten Minuten der Partie, nachdem Timo Jung zwischen den Pfosten ganz offensichtlich nicht seinen besten Tag erwischt hatte.

Dass die Dingolfinger bereits am Donnerstag eine Partie zu bestreiten hatten gegen den TSV Farchant, ist sicher kein Nachteil für die Saalestädter. Ein bisschen Chancengleichheit also nach dem Auftritt am Freitag in der Oberpfalz, wo der ERSC neben seinen drei Langzeit verletzten auch auf den gesperrten Dominik Farnbauer verzichten muss. Gegen Amberg hatten die Kissinger in der Vorrunde beide Spiele knapp gewonnen, was die Hoffnung auf den ersten Zwischenrunden-Erfolg nährt.

"Am Wochenende müssen wir punkten. Und so eine schwache Leistung wie zuletzt gegen Dingolfing dürfen wir kein zweites Mal zeigen. Da haben mich vor allem die Leistungsträger enttäuscht", sagt Wölfe-Vorsitzender Michael Rosin. Der war in den vergangenen Tagen nicht untätig - und zauberte den nächsten Neuzugang hervor. Mit Rami Heikkilä wurde nach Niko Grönstrand der nächste verteidigende Finne verpflichtet. Der 26-Jährige kam erst am Donnerstag mit dem Flieger, wird also in Amberg das erste Mal überhaupt mit der Mannschaft auf dem Eis stehen. Auf dem Absprung steht derweil Youngster Michael Stach, der zum ERV Schweinfurt wechseln will.
Für Fans besteht zu beiden Spielen Mitfahrgelegenheit. Treffpunkt ist an der Eishalle. Am Freitag fährt der Bus um 15.30 Uhr, am Sonntag um 11 Uhr.