EHC Straubing - Kissinger Wölfe 3:5 (1:2, 1:0, 1:3).
In brandneuen Trikots gelang den Bad Kissinger Wölfen am Samstagabend beim EHC Straubing der zweite Saisonsieg. Damit rückte der EC zunächst auf den dritten Tabellenplatz vor, während Straubing punktlos Schlusslicht bleibt. Etwa 30 Fans unterstützten die Wölfe. Trotz schleppenden Beginns waren die Kurstädter durchweg die bessere Mannschaft. "Wir waren spielerisch haushoch überlegen", gab Vorstand Michael Rosin zu Protokoll, "dann haben wir es einfach routiniert heruntergespielt." Das Spiel war, vor allem von Seiten der Hausherren, durch viele Fouls und Nickligkeiten geprägt. Immer wieder wurden Stockfouls begangen, die Schläger befanden sich häufig auf unerlaubter Höhe. Für einen harten Bandencheck wurde zudem Straubings Korbinian Karl des Feldes verwiesen. Mit der Leistung der Schiedsrichter war Rosin deshalb nicht zufrieden: "Das war ein dreckiges Spiel. Bei hohen Schlägern waren die Schiedsrichter nicht konsequent. Wenn die Unparteiischen nicht durchgreifen, kann ein solches Spiel auch eskalieren."


Ein versöhnliches Ende

In Führung gegangen waren allerdings die Niederbayern durch Manfred Rothhammer (3.), was Roman Nikitin (14.) und Nikolai Varianov (17.) auf Seiten der Unterfranken bis zum Drittelende mit ihren Treffern korrigiert hatten. Den einzigen Treffer im Mitteldrittel hatte Fabian Hillmeier für die Straubinger erzielt, sodass Nemirovsky und Co. tatsächlich um die Pflicht-Punkte fürchten mussten. Aber der finale Abschnitt sollte halbwegs versöhnen dank der Treffer von Varianov (43.), Eugen Nold (50.) und Niko Grönstrand (51.), ehe der EHC durch Sebastian Gaul zum Endstand traf. In diesem galligen Spiel saßen Gästespieler sechsmal auf der Sünderbank. Der Gegner hatte sich zehn Zweiminuten-Strafen erlaubt plus die 20+5-Minuten für den Ober-Rabauken Korbinian Karl. Trotz der ansprechenden Leistung sieht der Vorstand noch Luft nach oben. Die Mannschaft habe viel mehr Potenzial. Dieses muss nächste Woche definitiv abgerufen werden, dann ist Spitzenreiter Amberg zu Gast. kmb/js