Mit zwei Osterheimspielen hat der FC 06 Bad Kissingen (5./33) die Möglichkeit, seine magere Bilanz nach der Winterpause, mit einem Punkt aus drei Matches, etwas aufzupolieren, um zumindest im Kampf um Rang zwei noch ein Wörtchen mitzureden. Die Gegner, Schlusslicht VfB Burglauer (16./14) am Samstag und der FC Reichenbach (11./15) am Ostermontag, stecken beide tief im Abstiegsstrudel, doch dass solche Gegner im Moment nicht einfach zu bespielen sind, mussten die Kurstädter bei der jüngsten Niederlage in Hausen/Rhön leidvoll erfahren. "Das wird auch am Wochenende keinen Deut leichter werden. Es reicht nicht spielerisch gefällig zu agieren, es werden kampfbetonte und sehr laufintensive Spiele", weiß FC-Coach Thomas Lutz, für den die Ausbeute 2016 "nicht zufriedenstellend ist, auch wenn wir personell etwas gebeutelt waren." Mehr Zug zum Tor wünscht sich Lutz von seiner Truppe, da kommt die Rückkehr von Routinier Ervin Gergely gerade
recht. Reichenbachs nach der Winterpause noch ungeschlagene Teutonen möchten in Bad Kissingen und zwei Tage zuvor in der Heimpartie gegen den VfL Sportfreunde Bad Neustadt (8./32) natürlich die Möglichkeit nutzen, um dem TSV Hausen/Rhön auf dem ersten Nichtabstiegsplatz Dampf zu machen.

Der TSV Rannungen (4./35) möchte mit einem Dreier über den FC Bad Brückenau (6./33) nicht nur diesen auf Abstand halten, sondern sich damit möglichst vorne am Spitzentrio der Kreisliga festbeißen. Zudem ist aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen, als es gegen die Sinntaler beim 2:6 eine fette Abreibung gab. Mann des Spiels damals Marcel Gebhart, dem in der ersten Hälfte ein lupenreiner Hattrick gelang.

Erneut vor einer schweren Aufgabe steht der SV Garitz (12./19), der beim Tabellenzweiten TSV Bad Königshofen (2./42) antreten muss. Dass die Mannschaft von Spielertrainer Andrzej Sadowski den Spitzenteams durchaus gewachsen ist, zeigte man vor Wochenfrist beim torlosen Remis gegen Thulbas Frankonen, als man dem Dritten die Zähne zeigte. Ebenso 0:0 endete das Hinspiel gegen Bad Königshofen, als die Grün-Weißen nach einer guten Leistung einfach vergaßen das Tor zu treffen. Manuel Krieter vergab da kurz vor dem Ende gar einen Strafstoß.
Verdaut hat man im Lager des TSV Wollbach (13./17) mittlerweile die 0:6-Klatsche bei Liga-Primus FC Strahlungen und fokussiert sich auf das Samstagsmatch beim FC Thulba (3./38), wo man im Hinspiel beim 1:4 chancenlos war. "Bei uns herrscht deswegen keine Weltuntergangsstimmung. Wir wussten vorher, dass die Kreisliga für uns kein Zuckerschlecken wird. Jetzt kommen weiter schwere Aufgaben auf uns zu. Wir müssen eine Balance finden zwischen Ehrgeiz und Lockerheit. Meine Mannschaft will im Moment zu viel. Wir dürfen nicht zu arg auf die Tabelle sehen, sondern uns auf das nächste Spiel konzentrieren", ist für TSV-Coach Thorsten Ziegler vieles im Abstiegskampf Kopfsache. Nicht nur wegen Thulbas starker Offensive, sondern auch weil Abwehrchef Christoph Kriener verletzungsbedingt passen muss, sieht Ziegler sein Team als "krassen Außenseiter".

Dagegen sollte das Nachholspiel am Ostermontag gegen den TSV Nordheim/Rhön (14./15) eher ein Spiel auf Augenhöhe darstellen. Die Benkert-Truppe gab durch einen Sieg im direkten Duell die rote Laterne an Burglauer weiter und rechnet sich auch in Wollbach durchaus Chancen aus. Ein Wollbacher Dreier wären da sogenannte "big points" im Kampf um den Klassenerhalt.

Der Blick auf die Kreisliga Schweinfurt 1 beschert dem SV Ramsthal (1./44) ein Heimspiel gegen den TSV Theilheim (12./22), und damit die Möglichkeit, die Scharte der jüngsten Niederlage in Mühlhausen/Schraudenbach wieder auswetzen. Theilheim erscheint als schlagbarer Gegner, der sich jedoch vor Wochenfrist durch einen 3:1-Erfolg über Bergrheinfeld vom Abstiegsrelegationsrang lösen konnte. Zudem muss Ramsthals Coach Nico Schell im Moment auf einige Stammkräfte verzichten, wie zum Beispiel Marcel Schmitt, der im Hinspiel per direkt verwandeltem Eckball für den Treffer des Tages zum knappen "Romsler" 1:0-Sieg sorgte.