FC 06 Bad Kissingen - TSV Nüdlingen 2:8 (0:3). Tore: 0:1, 0:2 Nasir Noori (5., 10.), 0:3 Patrick Iff (12.), 0:4 Nasir Noori (39.), 1:4 Fynn Streng (47.), 2:4 Jonas Schaupp (55.), 2:5 Patrick Iff (60.), 2:6 Nasir Noori (65.), 2:7 Patrick Iff (75.), 2:8 Nasir Noori (78.).
Als Kapitän hat man was zu sagen. Auch nach einer Niederlage. Und das tat Fynn Streng dann auch. "Wir haben gegen Nüdlingen mitgehalten und gezeigt, dass wir Fußball spielen können. Dadurch, dass viele gute Spieler die Fußballschuhe an den Nagel gehängt haben, wird es künftig für uns nicht leichter. Da heißt es nur: Augen zu und durch", sagte Kissingens Spielführer, dessen Team in dieser Saison erst ein Unentschieden holen konnte.
Schuss-Tor. Schuss-Tor. Schuss-Tor. Einen beeindruckenden Blitzstart legten die Nüdlinger im Sportpark hin, weil sich Nasir Noori und Patrick Iff suchten und fanden.
Die FC-06-Abwehr mit Marius und Malte Meinck, Daniel Schultheiß und Fabio Schachenmayer hatte Schwerstarbeit zu verrichten, bekam aber die Nüdlinger immer besser in den Griff. Doch die Kissinger schüttelten die Enttäuschung im Dreierpack ab und bewiesen ebenfalls viel Lust aufs Toreschießen. Ein erster Warnschuss kam von Cedric Mokoyoko (21.). Dann hatte TSV-Keeper Justus Günther erst Glück beim Lattenschuss von FC-Kapitän Fynn Streng nach feinem Zuspiel von Jonas Schaupp, um anschließend einen Streng-Schuss zu parieren (32.).

Die Abschluss-Stärke ist ein Nüdlinger Qualitätsmerkmal. Kurz vor der Pause wieder von Nasir Noori vorgeführt, der nach dem prima Zuspiel von Maxi Kleiner nur noch einschieben musste. Womöglich war es ein Stück weit Anschauungs-Unterricht, denn jetzt stellte auch die gastgebende Elf von Klaus Weisensee und Gerhard Spies Präzision unter Beweis. Der Distanzschuss von Luca Wehner war eine erste verheißungsvolle Annäherung, dann ließ Fynn Streng nach schönem Zuspiel von Jonas Schaupp dem Nüdlinger Keeper keine Chance. Die stark verjüngten 06-er witterten erst recht Morgenluft mit dem 2:4 durch Jonas Schaupp nach der Vorarbeit von Marius Meinck. Den dritten Kissinger Treffer hatte Malte Meinck auf dem Fuß, doch dessen Freistoßball aus 20 Metern flog knapp am Nüdlinger Tor vorbei. Es hätte also tatsächlich noch einmal eng werden können für die Mannen von Oliver Schaub, die aufgrund von Verletzungen auf U-15-Spieler wie Kilian Burkard und Moritz Gabold zurückgreifen. Wurde es aber nicht, weil Nasir Noori erst Patrick Iff entscheidend in Szene setzte, dann selbst zum 6:2 traf, als sich Leon Wäcke einen Assist-Punkt verdiente. Obwohl der starke FC-Keeper Andreas Kohlhepp bis zum finalen Pfiff diverse Großtaten vollbrachte, gelangen den Gästen zwei weitere Treffer durch ihr famoses Angriffs-Duo.

"Man muss man der sehr jungen Kissinger Mannschaft ein Riesenkompliment für ihren Kampfgeist und ihr diszipliniertes Auftreten machen", sagte TSV-Jugendleiter André Iff, der in seinem Team die Leistungen von Keeper Justus Günther sowie der Torschützen Nasir Noori und Patrick Iff hervorhob. Auch Gerhard Spies zeigte sich ungeachtet des großen Leistungsgefälles angetan von der torreichen Begegnung. "Bemerkenswert war das wohltuend faire Spiel. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat gekämpft bis zum Schluss. Sehr zufrieden war ich mit Fynn Streng, der unsere Truppe mit Sokol Dobra immer wieder mitgerissen hat. Und mit Fabian Wehner, der zum ersten Mal in der Abwehr gespielt und seine Sache mehr als ordentlich gemacht hat. Leider haben wir derzeit zu wenig personelle Möglichkeiten, um selbst das Spiel zu gestalten."

SG Hammelburg - SG Lauter 2:7 (1:4). Tore: 0:1 Jannick Hollmeyer (12.), 0:2 Jonas Weigand (23.), 0:3 Jannick Hollmeyer (28.), 1:3 Meik Gomer (31., Foulelfmeter), 1:4, 1:5 Jannick Hollmeyer (35., 52.), 1:6 Paul Morper (54.), 1:7 Jannick Hollmeyer (59.), 2:7 Shiv Ghai (64.).
Hernach wollte man bei der SG Hammelburg die positiven Aspekte des Spiels betonen. Die Tatsache zum Beispiel, dass man zum ersten Mal in dieser Saison zwei Treffer erzielt hatte. In den sieben Begegnungen zuvor war den Saale-Kickern nur ein einziges Tor geglückt. Gegen die SG Lauter reichte es für die Jungs von Joachim Schaupp dennoch nicht zum ersten Punktgewinn. "Wir haben sicher nicht unser bestes Spiel gemacht. Wir haben uns einige Patzer zu viel erlaubt. Aber Fehler passieren, keiner ist perfekt. Wir sind auf einem guten Weg", bilanzierte Hammelburgs Kapitän Shiv Ghai, dem in einem torreichen Spiel der letzte Treffer vorbehalten blieb, nachdem er Fabio Ziegler den Ball abgeluchst hatte. Trotz der vielen Gegentore gehörte Keeper Enrico Schaupp zu den besten Saalestädtern. "Der ist ja eigentlich Abwehrspieler in der U-13. Daher möchten wir uns bei ihm für seine Hilfe bedanken", sagte sein Kapitän.

Mann des Tages auf Seiten der Gäste war natürlich Jannick Hollmeyer mit seinen fünf Toren - es hätten sogar mehr sein können. Erstmals jubeln durfte der Lauterer beim Führungstreffer nach der Vorarbeit von Paul Morper. Der folgende Doppelschlag bedeutete bereits die Vorentscheidung. Erst hatte Jonas Weigand volley getroffen, dann Hollmeyer nachgelegt nach dem furiosen Weigand-Sololauf. Aber die Hammelburger ließen sich keineswegs demoralisieren und verkürzten durch den von Meik Gomer verwandelten Foulelfmeter. "Unsere Verteidiger Marius Kirchner und Fabio Ziegler waren sich nicht einig, nahmen dann den Gegenspieler in die Zange und brachten ihn zu Fall, klarer Elfmeter", sagte Lauters Coach Volker Lang, dessen Truppe mit dem Halbzeitpfiff erneut jubelte, als Hollmeyer nach dem Eckball von Domenico Zito einschob.

Ihren Torhunger hatten die Rhöner damit keineswegs gestillt, die nach dem Seitenwechsel drei Buden nachlegten. Durch zwei weitere Hollmeyer-Tore. Und durch Paul Morper, der nach der Ecke von Leo Rottenberger das Leder wunderbar in den Winkel setzte. "Wir waren die klar bessere Mannschaft und hätten viel höher gewinnen können. Was aber nicht darüber hinwegtäuscht, dass wir spielerisch nicht unsere beste Leistung gezeigt haben. Wir waren oft nicht konzentriert genug, haben den Ball zu wenig und zu langsam laufen lassen", analysierte Volker Lang, dessen Team einen zweistelligen Sieg auch aufgrund diverser Pfosten- und Lattenschüsse verpasste. Alu-Pech hatten Raphael Höchemer, Jonas Weigand, Jannick Hollmeyer, Brian Reitelbach sowie Leo Rottenberger. Natürlich hatte der Gäste-Übungsleiter auch Lob zu verteilen. "Besonders herauszuheben ist natürlich Jannick Hollmeyer. Ein sehr gutes Spiel machte Paul Morper, der sich als Außenverteidiger immer wieder in das Angriffsspiel einschaltete. Überzeugt hat auch Leo Rottenberger, der im defensiven Mittelfeld die Fäden zog, die Mitspieler gut einsetzte und ein hohes Laufpensum absolvierte."