Bad Kissinger Boxer helfen gerne. Und standen daher natürlich parat, als die Box-Abteilung des 1. FC Nürnberg um Verstärkung gebeten hatte für den Vergleichskampf mit dem BSC Dachau. Kai Friedensohn, Mohammad Shadab und Florian Säwert verstärkten schließlich den "Club" und trugen ihr Schärflein bei zum 10:10-Remis im Festzelt von Allersberg, wo etwa 900 Zuschauer die Duelle verfolgten.

Im Schwergewicht bekam es Kai Friedensohn mit dem 2,03 Meter großen Leo Kirschberger zu tun, der über eine ebenso schnelle wie starke Schlaghand verfügt. Der Kurstädter setzte auf seine Beweglichkeit, doch am Ende hatte der Hüne das bessere Ende für sich. Im Mittelgewicht traf Florian Säwert im Ring auf Manuel Propp (Dachau), ein Gegner, den der Bad Kissinger schon einmal besiegt hatte. Allerdings hat der Dachauer inzwischen seine Führhand von links auf rechts gewechselt. Florian Säwert hatte sich darauf schnell eingestellt und ging das hohe Tempo mit, musste sich aber ebenfalls nach Punkten geschlagen geben. "Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen", sagte TSV-Trainer Edgar Feuchter.

Weil sein Gegner Vladimir Scheffer mehr Kilogramm auf die Waage brachte, musste Mittelgewichtler Mohammad Shadab im Halbschwergewicht ran. Obwohl einen Kopf kleiner, ließ sich der TSVler nicht aus der Ruhe bringen, boxte kontrolliert auf schnellen Beinen, behielt die Ruhe und Übersicht und gewann so den Kampf. "Der Sportwart des Boxverbandes, Alfred Hörauf aus Nürnberg, zeigte sich angetan von der Leistung unserer Jungs und hat uns gleich für das nächste Jahr eingeladen", freute sich Edgar Feuchter. Der nächste Kampftag für die Kissinger ist Mitte September im thüringischen Nordhausen.