Kissinger Wölfe - EV Füssen (Sonntag, 18 Uhr) Es ist im letzten Spiel vor dem Start in die Aufstiegsrunde so etwas wie die Ruhe vor dem Sturm - aber bestimmt nicht langweilig. Der EV Füssen (1./52 Punkte) kommt schließlich in den Wolfsbau, und damit einer der traditionsreichsten deutschen Eishockeyvereine mit insgesamt 16 nationalen Meisterschaften. Nach zwei Insolvenzen werden zwar längst kleinere Brötchen bei den Allgäuern gebacken, aber der Zuschauerzuspruch ist enorm. So verfolgten am 2. Weihnachtsfeiertag 3311 Zuschauer in der BLZ-Arena im Duell der ehemaligen Oberligisten die 1:2-Niederlage nach Penaltyschießen gegen den EHC Klostersee.

"Es ist ein Heimspiel, da wird gezeigt, was möglich ist", kündigt Michael Rosin an. Das alles noch ohne neuen Spieler. "Wir sind in Gesprächen, aber spruchreif ist nichts. Das Wechselfenster ist ja auch noch bis zum 15. Januar geöffnet", so der Wölfe-Vorsitzender, der in Bälde mit der Rückkehr der verletzten Semjon Bär, Eugen Nold, Igor Filobok und Adrian Persch rechnet, die bereits ins Training eingestiegen sind. Die Aufstiegsrunde mit den acht besten Teams der regulären Bayernliga-Runde sowie dem SC Riessersee und dem EHC Waldkraiburg aus der Oberliga beginnt bereits am Freitag, 11. Januar, mit dem Heimspiel gegen den HC Landsberg. "Ein Hammer-Auftakt. Landsberg gehört für mich zusammen mit dem EV Füssen und natürlich dem SC Riessersee zu den Favoriten. Aber schwer wird jetzt jedes Spiel", sagt Rosin. Bis auf eine Ausnahme sind alle Heimspiele der Kissinger Wölfe an einem Freitag. "Gut für unsere Spieler, die sich nicht extra freinehmen müssen, dafür wird der Sonntag stressiger."

Klar, dass der Tabellenletzte aus Waldkraiburg um den Klassenerhalt spielen muss, was auch auf den ERC Sonthofen zutreffen müsste als Vorletzten. Stattdessen muss der glorreiche SC Riessersee um die Oberliga-Zugehörigkeit bangen, der aufgrund einer finanziellen Schieflage vom Verband in die Abstiegsrunde quasi strafversetzt wurde. Ein lukrativer Gegner einerseits, aber auch ein kaum schlagbarer, womit einer der beiden freien Oberliga-Plätze wohl schon reserviert scheint für den Traditions-Verein aus Garmisch-Partenkirchen.

Derweil gibt es Neues von der Causa Tim Dreschmann zu berichten, der trotz gültigem Vertrag an der Saale einen neuen Kontrakt bei den Harzer Falken in Braunlage unterschrieben hatte, zuletzt gar über den Nord-Oberligisten eine juristische Zwangsfreigabe erwirken wollte. Nun erlitt der Verteidiger eine juristische Niederlage. "Wir haben Recht bekommen, dass der mit uns geschlossene Vertrag nach wie vor seine Gültigkeit besitzt. Nur wenn Braunlage unsere finanziellen Forderungen in vierstelliger Höhe erfüllt, werden wir die Freigabe erteilen", sagt Rosin. Und: "Geld scheint ja in Braunlage vorhanden zu sein, sonst hätte man nicht vor einigen Tagen mal eben einen US-Amerikaner verpflichtet." DIE SPIELE IN DER AUFSTIEGSRUNDE

Freitag, 11. Januar: EC Bad Kissingen - HC Landsberg (20 Uhr)

Sonntag, 13. Januar: EHC Waldkraiburg - EC Bad Kissingen (17.15 Uhr)

Freitag, 18. Januar: EC Bad Kissingen-TSV Peißenberg (20 Uhr)

Sonntag, 20. Januar: EHC Klostersee - EC Bad Kissingen (17.30 Uhr)

Freitag, 25. Januar: SC Riessersee - EC Bad Kissingen (20 Uhr)

Sonntag, 27. Januar: EC Bad Kissingen - EV Füssen (18 Uhr)

Freitag, 1. Februar: EC Bad Kissingen - EHC Königsbrunn (20 Uhr)

Sonntag, 3. Februar: TEV Miesbach - EC Bad Kissingen (18 Uhr)

Freitag, 8. Februar: TSV Erding - EC Bad Kissingen (20 Uhr)

Sonntag, 10. Februar: EC Bad Kissingen - TSV Erding (18 Uhr)

Freitag, 15. Februar: EC Bad Kissingen - EHC Waldkraiburg (20 Uhr)

Sonntag, 17. Februar: HC Landsberg - EC Bad Kissingen (17 Uhr)

Freitag, 22. Februar: TSV Peißenberg - EC Bad Kissingen (19.30 Uhr)

Sonntag, 24. Februar: EC Bad Kissingen - EHC Klostersee (18 Uhr)

Freitag, 1. März: EC Bad Kissingen - SC Riessersee (20 Uhr)

Sonntag, 3. März: EV Füssen - EC Bad Kissingen (18 Uhr)

Freitag, 8. März): EC Bad Kissingen - TEV Miesbach (20 Uhr)

Sonntag, 10. März: EHC Königsbrunn - EC Bad Kissingen (18 Uhr)