Rückblende. Vor einem Jahr schrieben die Kissinger Wölfe mit dem Erreichen der Aufstiegsrunde zur Oberliga Eishockey-Geschichte in der Kurstadt. Umso trauriger werden in diesen Tagen die Fans an der Saale sein, wenn es andernorts in die heiße Saisonphase geht, während die eigene Mannschaft nach dem Rückzug aus der Bayernliga als erster Absteiger feststeht. Theoretisch wär damit ein Platz in der Landesliga gesichert, wäre da nicht die (angemeldete) Insolvenz des Gesamtvereins, basierend auf den juristischen Auseinandersetzungen mit Hallenbesitzer Alexander Kondrashov, respektive der Eissport GmbH.

Definitiv Eishockey gespielt wird in Schweinfurt und Haßfurt, und zwar unter unterschiedlichen Voraussetzungen, aber mit dem gleichen Ziel: einem Platz in der Bayernliga. Die Mighty Dogs vom ERV Schweinfurt starten am Freitag in die Abstiegsrunde mit dem Gastspiel beim ESC Dorfen. Aufgrund des Rückzugs der Kissinger Wölfe wird die Abstiegsrunde nur noch mit sieben Mannschaften bestritten. Dem neuen Trainer Zdenek Vanc treibt aktuell allerdings erst einmal um, welche Spieler ihm überhaupt zur Verfügung stehen werden. Auf der langen Ausfallliste stehen Domantas Cypas, David Adam, Tilmann Pfister, Jona Schneider und Oleg Seibel. Daher wäre Vanc über zusätzliches Personal froh. Und das könnte sich bereits am Freitag einstellen. Denn wie Vanc bestätigte, trainierte am Dienstag mit Pierre Kracht ein neuer Mittelstürmer bei den Mighty Dogs mit. Der 33-Jährige mit Bad Kissinger Vergangenheit würde vom EV Pegnitz in den Icedome wechseln.