Ein großes Gewusel gab es wieder drei Tage lang auf der Maßbacher Centleite, wo der TSV sein alljährliches Fußball-Juniorenturnier, das größte der Region, ausrichtete. 30 Teams, die sich in drei Altersklassen duellierten, hatten sich eingefunden - was die Organisatoren, die sich auf mehr als 100 Helfer aus allen TSV-Abteilungen stützen konnten, zu einer neuerlichen logistischen Herausforderung zwang. "Es hätten sogar noch mehr als 450 Spieler, die auf drei Kleinfeldern kickten, sein können", berichtete Juniorenleiter Ralf Knierim. "Aber einige C-Juniorenmannschaften, die angemeldet waren, sagten kurzfristig ab." Das lag aber nicht am fast schon üblichen Spielermangel, diesmal fehlte es an Betreuern, die die Last der Verantwortung über drei Tage hinweg nicht tragen wollten.

Die die kamen, bereuten es nicht: "Es ist einfach ein Klasse-Turnier bei einer Top-Organisation", erklärte unter anderem Thorsten Leitsch, der die E-Junioren der SG Oberleichtersbach betreute. "Mit unserem dritten Platz hatten wir nicht gerechnet, das war gegen starke Konkurrenz top und sollte den Jungs Aufwind für die Saison verschaffen." Leitsch kündigte jedenfalls ein Wiederkommen im nächsten Jahr an: "Da feiern wir Jubiläum, denn dann sind wir zum zehnten Mal hier."


Siege teilen sich die Dauergäste

Dauergäste in allen Altersklassen sind auch die Großbardorfer, die Jungs von den Freien Turnern und des TSV Bergrheinfeld, die in allen Altersklassen präsent waren und die Turniersiege unter sich ausmachten. Damit hatten die Verantwortlichen aus der nicht-unterfränkischen Region auch geliebäugelt. "Doch für uns war es wesentlich wichtiger, den Mannschaftsgeist der Spieler fernab von der Heimat zu fördern", erklärte Thomas Schnaus vom FV Malsch.

Die Badenser, in der Nähe von Karlsruhe beheimatet, hatten ebenso wie der FC Rottach-Egern, ein Dauergast, und der TSV Forstenried, der wie auch der FC Augsfeld erstmals anwesend war, die längste Anreise auf sich genommen. "Aber es hat sich wie immer gelohnt", so Rottach-Egerns Trainer Harald Kupitz. "Maßbach ist immer eine Reise wert. Unsere jüngsten Talente, die noch nicht mitfahren durften, fiebern schon dem nächsten Jahr entgegen."

In organisatorischer Hinsicht war die größte Herausforderung wie immer die Zubereitung der Speisen: "Zu jeder Mahlzeit waren circa 450 Essen auszuteilen, daneben haben sich die Spieler noch am Grillstand, der Kaffee- und Kuchenbar, die die Vereinsfrauen selbst gebacken haben, verpflegt", so Anita Oeser-Geyer, die für die Verteilung der Essenbons zuständig war. "Renner waren in diesem Jahr die Schnitzelbrötchen", setzte sie fort, "aber auch Pizza, Geschnetzeltes und die Hamburger fanden reißenden Absatz." Und auch der Lutscherstand, wo die noch sehr junge Maxima Klement erste Erfahrung sammeln durfte, war ordentlich frequentiert.


Von wegen Langeweile

Wie immer hatte das Organisationsteam um den 2. Vorsitzenden Edgar Schneider für ein Rahmenprogramm gesorgt. Der Auftritt der Gruppe "Sing", die weitgehend aus Vereinsmitgliedern besteht, verhinderte am Samstagabend, dass zu irgendeinem Zeitpunkt Langeweile aufkam. Keine Langeweile kam auch bei der Turnierleitung auf, die Mannen um Christoph Keller und Lukas Müller hatten ständig den Ergebnisbogen zu füttern. Diese Aufgabe bewältigten sie aber genauso problemlos wie die Schiedsrichter. "Die Spiele waren allesamt fair", sagte Referee Helmut Schüller. "Glück hatten wir auch am Samstagnachmittag mit dem Wetter", zeigte sich Ralf Knierim nicht nur in dieser Hinsicht zufrieden. "Das starke Gewitter, das beim Landesligaspiel in Aubstadt ja zu einer längeren Spielunterbrechung führte, hat uns nur leicht gestreift."


Keine großen Verletzungen

Das war auch gut so, denn sonst wären die Zelte wohl geflogen und ein Umzug in die Lauertalhalle wie vor Jahren schon einmal notwendig geworden. Außerdem hätte der Schwimmbadbesuch - die Gemeinde hatte allen Kickern eine Freikarte spendiert - wohl keinen Spaß gemacht. Die einzigen Helfer, die "arbeitssuchend" waren, was aber auch gut so war, waren die Rot-Kreuzler um Bereitschaftsleiterin Michaela Kühn. "Leichte Prellungen, die gekühlt werden mussten und der eine oder andere Wespenstich", meldete sie bei Turnierende. Das Turnier soll jedenfalls eine Fortsetzung finden, die zwischenzeitlich junge Vereinsspitze um den 1. Vorsitzenden Thomas Schweitzer "übernimmt Gott sei Dank Verantwortung", freute sich dessen Vorgängerin Anita Oeser-Geyer.