50 Jahre im Dienste des Fußballs hat Manfred Rüth nun auf dem Buckel. Das ist vorsichtig geschätzt ein halbes Leben. Große Erfolge und die ein oder andere Niederlage hat er als Aktiver und Funktionär erlebt und wird bei seinen Stammvereinen FC Westheim und SV RW Obererthal große Fußstapfen und viel Dankbarkeit hinterlassen. Ganz der Familientradition treu gibt der scheidende Obererthaler Fußball-Abteilungsleiter den Staffelstab nun an seinen Sohn weiter.

Die fußballerischen Wurzeln des 60-Jährigen liegen in seinem Geburtsort Westheim. Zunächst hatten er und sein Bruder Norbert kleine Turniere in der Schule organisiert. "Wir haben aus der silbernen Alufolie, mit der damals Schokolade verpackt war, kleine Pokale gebastelt", erinnert sich Rüth. Gegner waren Jugendliche aus den Nachbardörfern Machtilshausen und Langendorf. Das Besondere: Rüths Team besaß damals schon ein eigenes Dress: "Meine Mutter hatte damals ein Lebensmittelgeschäft und uns Trikots mit Weisser Riese-Werbung auf der Brust gesponsert."

Auf die Mütze bekommen

Doch bald schon ging es auch in Westheim los mit dem geregelten Jugendfußball. Erste Gehversuche wagte der FC Ende der 1960er Jahre, "doch haben wir beim Feuerthaler Waldsportfest gegen den in der Jugendrunde spielenden FC Hammelburg, richtig eins auf die Mütze bekommen", meint Rüth lächelnd. Auch am kurze Zeit später stattfindenden Pfingstfest in Westheim setzte es eine hohe Niederlage, 0:9 gegen den FC Fuchsstadt. "Sie haben mit einer vergleichsweise alten Mannschaft gespielt, im Jahr darauf haben wir sie dafür besiegt", beschreibt Rüth der sich über die Höhe nicht sicher ist. Im weiteren Verlauf der Jugendzeit und im Herrenbereich, verlief die Entwicklung für die Westheimer durchaus erfolgreich. Dümpelte der FC damals noch in der C-Klasse herum, brachten es die "Gänswürcher" immerhin bis in die A-Klasse (heute Kreisliga), mit ein wenig Glück hätte es noch höher gehen können. Rüth bescheinigt dem Team auf jeden Fall, nach heutigem Stand, Bezirksliga-Niveau.