Die leichte Anspannung bei den "Lauertalschützen" aus Burglauer ist nachvollziehbar. Schließlich bestreitet das Luftgewehr-Team an diesem Samstag seinen Aufstiegskampf in die 2. Bundesliga auf der Olympia-Schießanlage in München-Hochbrück. "Wir haben uns für diese Relegationsrunde als Meister der Bayernliga Nordwest qualifiziert", sagt Wolfgang Back ganz stolz. "Aber um sich gegen sieben Mitbewerber im Kampf um die vier Aufstiegsplätze durchzusetzen, benötigt man vor allem Nervenstärke", weiß der Schützenmeister vor dem Kampf Mann gegen Mann.

Noch ist nicht ganz sicher, ob die Lauertalschützen in Bestbesetzung antreten können. Ein Fragezeichen steht hinter Abiturientin Sara Lechner. Antonia Back plagen Fußprobleme. Mannschaftsführer Wolfgang Back hofft, dass seine beiden Topschützen in München mitwirken können, um überhaupt eine kleine Chance zu haben. Anna Väth, Klara Beck und der Tscheche Petr Smol vervollständigen die Mannschaft. Als Optionen stehen noch Andrea Gehring und Marcel Hesselbach zur Verfügung. "Bis auf Petr Smol sind alle Mannschaftsmitglieder Eigengewächse, die zum Teil außerhalb wohnen und sich dann zu den Wettkämpfen treffen", sagt Back, der dem Verein mit seinen 98 Mitglieder schon seit vielen Jahren vorsteht. Ihm wurde das Amt des Schützenmeisters quasi in die Wiege gelegt, sein Vater Kurt, der derzeitige Bürgermeister in Burglauer, hatte die Schützen zuvor jahrelang geführt. Vater und Sohn Back können auf eine stattliche Erfolgsgeschichte zurückblicken, die fein säuberlich archiviert ist in einer dafür extra angelegten Chronik.