Kissinger Wölfe - EA Schongau 5:3 (1:0, 1:1, 3:2).

Die Ausgangslage für die Kissinger Wölfe vor dem wichtigen Spiel gegen Schongau hätte eine bessere sein können. Umso imposanter die Antwort, die die Truppe um Spielertrainer Mikhail Nemirovsky im Sonntagsspiel auf dem Eis bot.

Die sportliche Situation mit zwei Auswärtsniederlagen nahm wohl die geringste Rolle ein. Für Unruhe sorgt im Besonderen der unschöne Abgang von Tim Dreschmann, der sich den Harzer Falken aus Braunlage anschließen möchte und dies trotz laufenden Vertrags ohne Mitteilung an die Vereinsführung bislang nur über die Medien kommuniziert hat. In der anschließenden Pressekonferenz machte Wölfe-Vorstand Michael Rosin seinem Unmut über Dreschmanns Verhalten Luft. Selbst wenn keine Einigung mit dem Tabellenvorletzten der Oberliga-Nord über eine Ablösesumme erzielt werden könne, "setzt Dreschmann definitiv keinen Fuß mehr auf das Kissinger Eis."

Sogar zwei Füße auf das Eis setzte am Sonntagabend Simon Eirenschmalz, der sich trotz offenen Nasenbeinbruchs zumindest für das Anfangsdrittel in den Dienst der Mannschaft stellte. Auch Anton Zimmer konnte trotz seiner Rippenverletzung wieder angreifen. Eine komfortable Situation sieht dennoch anders aus. Eugen Nold wird den Wölfen vermutlich wegen Schulterverletzung so schnell nicht zur Verfügung stehen.