Noch zwei Tage. Und eine Hiobsbotschaft. Birthe Schneider muss ihre Halbmarathon-Premiere verschieben. Sportverbot vom Arzt. Die Nackenschmerzen machen einen Start unmöglich. "Mit Tabletten oder Spritzen hätte ich es vielleicht wagen können, aber das kommt für mich nicht in Frage", sagt die 51-Jährige, die ihre Enttäuschung nicht verhehlen kann. "In den vergangenen Wochen habe ich meine Fitness auf alle Fälle verbessern können. Den 8. April hatte ich mir im Kalender rot markiert. Und ich habe mir in meinen Gedanken schon vorgestellt, wie wir nach dem Lauf gemeinsam zusammensitzen", gibt Birthe Schneider einen Einblick in ihre Gefühlswelt. "Ich hatte mich auf diese Aktion ja aus voller Überzeugung eingelassen, da fällt mir das alles doppelt schwer." Doch eine Kampfansage schickt die Ebenhäuserin gleich hinterher. "Die Strecke werde ich auf alle Fälle laufen, ich kann nur noch nicht sagen, wann."

Und Katharina Zink? Die will es jetzt wissen, auch wenn die Kollegin passen muss. Erstaunlich, wie schnell acht Wochen vergehen können. Anfang Februar hatte die 29-Jährige ihren ersten "langen" Lauf im Kurpark absolviert. Acht Kilometer von der Bad Kissinger Eishalle zum Gradierbau und zurück in 57 Minuten. Viele Trainingskilometer sind seitdem dazugekommen. Mal stand die Ausdauer im Mittelpunkt, mal die Schnellkraft mit Intervall-Einheiten. Wer sich an einen Halbmarathon heranwagt, muss sein Training abwechslungsreich gestalten. Ein erster Höhepunkt stand am Samstag auf dem Programm mit der Teilnahme am Bad Kissinger Rakoczylauf. Für die Münnerstädterin war es der erste Wettkampf überhaupt. "Es war schon ein tolles Gefühl, wie die Menschen einen angefeuert haben. Und das Wetter hatte ja auch gepasst", berichtet Katharina Zink, die die 8,5 Kilometer in starken 50 Minuten geschafft hatte. Endspurt auf der Tartanbahn inklusive. "Als wir in den Sportpark eingelaufen sind und die letzten Meter noch mal Power gegeben haben, das war ein Hochgefühl." Dritte ihrer Altersklasse wurde die gebürtige Burkardrotherin sogar, die es in den Tagen danach - wie im Trainingsplan vorgesehen - lockerer hatte angehen lassen. Weniger Kilometer, mehr Regeneration, um am Tag X fit zu sein für die 21,1 Kilometer und über 400 Höhenmeter.

Die Herausforderung ist groß, aber auch die Unterstützung vor Ort. "Familie und Freunde werden an der Strecke sein und haben mich in den letzten Tagen auch aufgebaut, weil ich schon ein bisschen Bammel habe vor Samstag." Eine Zielzeit hat sich Katharina Zink nicht gesetzt. Bloß kein zusätzlicher Druck. Nur ein Wunsch. "Wenn ich es schaffe, will ich mit einem Glas Sekt darauf anstoßen."

Läufe Verschiedene Strecken stehen beim Saaletal-Marathon des SV Ramsthal am Samstag, 8. April, zur Auswahl. Dies sind: Saale-Zeitung- Marathon (Start: 10 Uhr), Halbmarathon/Powerwalking (10 Uhr), 10-Kilometer-Lauf (10 Uhr), Walking über acht Kilometer (10.20 Uhr), Minimarathon über 4,2 Kilometer für Schüler und Hobbyläufer (10.20 Uhr), Bambini-Sportplatz-Runde (11.15 Uhr).

Die Voranmeldefrist ist abgelaufen. Alle Läufer und Läuferinnen, die sich noch nachmelden wollen, können das am Veranstaltungstag von 7 Uhr 09.30 Uhr tun.

Sieger 2016
Marathon Männer 1. Markus Kristan Siegler (Turnerbund Erlangen) 02:41:30, Frauen 1. Christine Fischer (LG exa Leipzig) 03:29:44; Halbmarathon Männer 1. Tobias Schneider (TG Kitzingen) 01:17:57; Frauen 1. Anna Roth (TV/DJK Hammelburg) 01:32:35; 10 km Männer Michael Wetteskind (DJK Schweinfurt) 0:35:15; Frauen Verena Ibel (RV Viktoria Wombach) 0:43:00.