FC Fuchsstadt - TSV Unterpleichfeld (Sonntag, 15 Uhr)
Irgendwie meinte es der Spielleiter mit den "Füchsen" bei der Zusammenstellung des Spielplans nicht gut. Denn neuerlich erscheint auf dem Kohlenberg ein Spitzenteam der Liga. Zwei Wochen nach dem Gast aus Abtswind, zuvor gaben schon die Spitzenteams aus Forchheim und Memmelsdorf ihre Visitenkarte im Saaletal ab, empfängt der FC Fuchsstadt (10./7) mit dem TSV Unterpleichfeld (1./16) den aktuellen Tabellenführer. Dass die Krautdörfler, die in der vergangenen Saison mit der Halbig-Elf noch die Klingen in der Bezirksliga kreuzten, auf dem Platz an der Sonne stehen, überrascht deren Verantwortliche selbst. Denn auch das Auftaktprogramm der Schützlinge von Coach Thomas Redelberger hatte es in sich. Heraus sprang unter anderem ein 2:1-Heimsieg gegen die Abtswinder - trotz längerer Unterzahl. In Karlburg holten sie sich beim 2:0-Erfolg ebenfalls drei Punkte.
Also gegen zwei Teams, gegen die der FC Fuchsstadt jeweils verloren hatte.

"Unterpleichfeld ist ganz unangenehm zu spielen", ist sich Martin Halbig sicher, "sie stehen recht tief, agieren dabei aggressiv, was sich in insgesamt erst drei Gegentreffern dokumentiert, und verfügen mit Marcial Weisensel und Manuel Örtel über spielstarke Angreifer". Da gilt es für die Gastgeber zum einen an die starke Leistung vom jüngsten Spiel in Höchberg anzuknüpfen, zum anderen wieder mit hundertprozentiger Einstellung den Rasen zu betreten. "Unterpleichfeld ist ein anderes Kaliber als die verunsicherten Höchberger, umso bitterer ist unsere personelle Situation", klagt Halbig. Dieser kann zwar wieder auf Marcel Plehn zurückgreifen, doch dafür muss er auf die Urlauber Simon Häcker und Philipp Baldauf, den beruflich verhinderten Simon Bolz sowie den Hochzeiter Philipp Halbritter verzichten. Weiterhin wegen Verletzung nicht einsatzfähig ist Keeper Frank Fella, zwischen den Pfosten steht so Sven Eyrich, der vor der Saison vom A-Klassisten TSV Stangenroth auf den Kohlenberg gewechselt war. "Sven hat in Höchberg seine Feuertaufe bestanden", lobt Halbig.
In vorderster Front stehen wird einmal mehr Johannes Feser, der vom Trainer ebenfalls Komplimente erhält.

"Das ist ein Vorzeigespieler bei uns. Jogo hat die Landesliga vom ersten Spiel an angenommen, hat die Ärmel hintergekrempelt und zeigt viel Einsatz und Moral. Die Tore kommen mit so einer Einstellung von ganz allein. Und das ist einer, der sich auch über das Spiel hinaus engagiert", sagt Martin Halbig über seinen Stoßstürmer, der im Halbig'schen System auch reichlich Laufarbeit zu verrichten hat. Was wie ein Damoklesschwert über beide Kontrahenten hängt, ist die zu erwartende Hitze, mit Hurra wird wohl keines der Teams in die Offensive gehen. "Wir wollen nicht schon wieder ein Heimspiel verlieren", lautet Halbigs Credo, nach der Abtswind-Klatsche (2:9) soll Wiedergutmachung betrieben werden.