FC 05 Schweinfurt - FC Amberg 2:0 (0:0). Tore: 1:0 Ingo Feser (83.), 2:0 Kevin Fery (90. +5).
Mit dem Heimsieg über den FC Amberg hat der FC 05 Schweinfurt nicht nur das siebte Spiel am Stück ungeschlagen überstanden, sondern auch noch den ersten Sieg im Jahr 2016 eingeheimst und die Oberpfälzer wieder tief mit in den Abstiegsstrudel der Regionalliga Bayern gezogen. Ingo Feser hieß der gefeierte Mann vor knapp 1000 Zuschauern, der den 05ern mit seinem ersten Treffer in grün-weiß kurz vor Schluss die so wichtigen drei Punkte sicherte - und die waren verdient für den FC 05.

Während der FC in Augsburg ratzfatz in Rückstand geraten war, waren die Schweinfurter diesmal von der ersten Minute an hellwach und hatten Pech, dass Tom Jäckels Schuss an den Amberger Pfosten klatschte (2.). Noch einmal haderten die Hausherren mit ihrem Schicksal, als Schiedsrichterin Angelika Söder beim harten
Einsatz von FCA-Kapitän Michael Plänitz gegen Jäckel im Strafraum kein Foul sah - zumindest ein Fall für Diskussionsrunden.

Zum ersten Mal richtig gefährlich vor FC-05-Goalie Julian Schneider tauchten die Gelb-Schwarzen nach einer halben Stunde auf, als Benjamin Werner nach einem Doppelpass mit Sven Seitz frei zum Abschluss kam, Schneider aber prächtig reagierte. Kevin Kühnlein zielte kurz darauf ein bisschen zu hoch, ehe der Schweinfurter Schlussmann dank seiner gefühlten Körpergröße von 2,30 Metern eine verunglückte Flanke seines Namensvetters Thomas Schneider gerade noch so aus dem Eck fischte, Glück gehabt, FC 05. Dennoch waren die Schweinfurter vor der Pause die bessere Mannschaft, der aber der letzte Punch im Spiel nach vorne fehlte.

Daran arbeiteten die 05er gleich nach Wiederbeginn, denn der zweite Abschnitt begann, wie der erste: Schweinfurt machte Dampf, erst parierte Ambergs Keeper Matthias Götz gegen Michael Kraus, kurz darauf packte FC-05-Capitano Bastian Lunz aus 30 Metern den Hammer aus, wieder schepperte das Aluminium. Hinten musste der Schneiders Julian dann doch noch einmal alles zeigen, als er einen Kopfball von Marco Wiedmann aus acht Metern glänzend parierte. Und dann kam Ingo. Eine schöne Krautschneider-Flanke drückte Feser aus zehn Minuten wuchtig per Kopf ins Tor: Der ersehnte und so verdammt bedeutende Treffer für den FC 05. Die Erleichterung im Tollhaus Willy-Sachs-Stadion war greifbar. Kevin Fery setzte nach einem Konter in der Nachspielzeit sogar noch einen drauf.
Schweinfurt: Schneider - Lunz, Bechmann, Bauer, Messingschlager - Wenninger, Fery - Krautschneider, Kraus (62. Mar. Müller), Feser (89. Krämer) - Jäckel (62. Diroll).