Ein großer Erfolg, und zwar in jeder Hinsicht, war die Fränkische Meisterschaft im Vielseitigkeitsreiten, die der RFV Sulzthal und Umgebung am Wochenende "Auf der Steige" ausrichtete. "Wir hatten wahnsinnig viele Zuschauer und wurden von allen Seiten für das tolle Gelände, das den meisten Teilnehmern ja unbekannt war, gelobt. Und wir hatten auch mit dem Wetter im Großen und Ganzen viel Glück", freute sich der Vorsitzende Martin Fürst nach Abschluss einer sehr gelungenen Veranstaltung.

Dass der ausrichtende Klub zudem als Sieger und die zweite Mannschaft als Drittplatzierte am Sonntagabend von Landrat Thomas Bold und Bürgermeister August Weingart geehrt wurden, war dann das Tüpfelchen auf dem "I" aus Sicht des Vereins. Auch in der Einzelwertung schnitten die Gastgeber ganz hervorragend ab. So siegte bei den Senioren Felix Sulzer, Rang drei belegte Max Orth.
Dass auch der Nachwuchs vielversprechend ist, beweist der dritte Platz von Tim Fürst im Juniorenwettbewerb. Die anwesende bayerische Landestrainerin Sabine Noack zeigte sich von den Reitkünsten der Talente beeindruckt. Sie nahm die Veranstaltung zur Sichtung wahr.

Grundlage des sportlichen Erfolges der heimischen Reiter war dabei das gute Abschneiden bei den Abschnitten "Dressur" und "Springen". Im Geländeritt gibt es noch Verbesserungsmöglichkeiten. Gerade das Geländereiten gilt dabei für die Zuschauer - es hatten sich über das Wochenende zirka 2000 Fans eingefunden - als attraktiver Höhepunkt. Dabei hatten die Vereinsmitglieder - rund 70 hatten sich engagiert - nach zeitaufwendiger wochenlanger Vorbereitung interessante Hindernisse Reiter und Pferd "in den Weg" gestellt. Überhaupt war es den vielen Helfern zu verdanken, dass die dreitägige Meisterschaft ohne Probleme über die Bühne gebracht wurde. "Es waren insgesamt über 150 Personen, davon etliche als Streckenposten, im Einsatz", betonte Martin Fürst. "In finanzieller Hinsicht dürften wir eine schwarze Null geschrieben haben", sagte der Vorsitzende, der aber nicht unerwähnt lassen wollte, dass ein solches Turnier ohne Sponsoren und Gönner nicht durchzuführen wäre.

Mit der Startgebühr, den Spenden, wobei hier der ebenfalls anwesende Staatssekretär Gerhard Eck sein Scherflein dazu beitrug, sowie den Einnahmen aus der Bewirtschaftung seien die Turnierausgaben gerade so gedeckt.
Dass trotz der zum Teil schweren Hindernisse keine Verletzten zu verzeichnen waren - die Ärzte und Veterinäre hatten lediglich kleinere Blessuren zu behandeln - war zum einen auf die Reitkünste und der guten Fitness der Pferde, und zum anderen auf die faire Streckenführung zurückzuführen. Die Teilnehmer aus ganz Franken waren voll des Lobes und freuen sich bereits jetzt auf die wahrscheinliche Wiederholung der Meisterschaft an gleichem Ort im nächsten Jahr. "Es ist nämlich grundsätzlich so, dass der jeweilige Champion das erste Recht zur Organisation der Meisterschaft hat", sagt Maria Häfel-Schmittfull. "Darüber ist zwar von unserer Seite noch keine Entscheidung getroffen worden", betonte Fürst, "aber die Begeisterung vor Ort war so groß, dass wir diese Aufgabe wohl in Angriff nehmen sollten".