Eine besondere Stimmung liegt derzeit in der Luft im Rhöndorf Hausen. Es herrscht rege Betriebsamkeit. Man spürt, wie sich der Ort besonders herausputzt: Gehsteige und Höfe werden gesäubert, auf der derzeitigen Zubringerstraße zum Schwarzen Moor wird kräftig hantiert. Zusätzliche Leitplanken werden montiert, Absperrungen errichtet, Reifen gestapelt. Es ist wieder Zeit für das Hauenstein Bergrennen.
Zum bereits 47. Mal geht das weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannte Bergrennen am Samstag und Sonntag über die Bühne. Mit einer Länge von 4,2 Kilometern und einem Höhenunterschied von 249 Meter gilt die Strecke als eine der anspruchsvollsten in Deutschland.
Das Veranstalter-Team um den ersten Vorsitzenden des MSC Rhön, Christian Röder, rüstet sich wieder zusammen mit der Bevölkerung für ein abenteuerliches Wochenende.


Die besten der Besten

Das Starterfeld am Hauenstein ist alljährlich eines der stärksten im Rennkalender der Deutschen Bergmeisterschaft. Historische Formel V oder Opel Kadett bis hin zum ehemaligen DTM-Rennwangen sind unter den bis zu 190 Teilnehmern. Die Zuschauer können somit eine Vielzahl unterschiedlichster Rennwagen beim Kampf um die Bestzeit bestaunen. Je nach Fahrzeugtyp werden hier Geschwindigkeiten von mehr als 200 km/h erreicht. "Das ist Motorsport auf höchstem Niveau", sagte Rennleiter Klaus Höhn.
Für das Publikum werden so genannte "Renntaxifahrten" angeboten: Im Audi R8 oder Corvette Z06 können Zuschauer als Beifahrer das Renngefühl hautnah erleben. "Das sind unvergessliche Momente", weiß Röder. Zum Beispiel auch, wenn nach dem letzten Rennlauf die Rennwagen hintereinander wieder ins Tal geführt werden.
Den Streckenrekord hält seit 2014 der Schweinfurter Uwe Lang mit seinem Osella PA 20 S Evo. Lang, der eine große Fangemeinde besitzt, musste sich im letzten Jahr unter extremen Rennbedingungen mit starken Regenfällen dem Eichenbühler Norbert Brenner mit seinem Opel Vectra GTS geschlagen geben. "Sicherlich wird er versuchen, sich den Titel wieder zurück zu holen", so Höhn.


Buntes Programm

Auch abseits der Rennstrecke wird ein abwechslungsreiches Programm geboten. So werden unter anderem die neuesten Fahrzeuge einiger Autohäuser der Region ausgestellt. Außerdem ist für Nachtschwärmer einiges geboten. Am Freitagabend werden im Festzelt alle Teams und Fahrer begrüßt. Anschließend läutet die Band "The Hangover" die berühmten Hauensteiner Nächte ein. Am Samstagabend sorgt die Partyband "Ac(c)oustic Jam" für Stimmung. Nach den Trainingsläufen am Samstag ab 9 Uhr und den Rennläufen am Sonntag ab 8.30 Uhr endet das Bergrennen mit der großen Siegerehrung im Festzelt um 18.30 Uhr. mch