TuS Kriftel - Hammelburg Volleys 0:3 (17:25, 20:25, 16:25).

Keine 24 Stunden nach dem Franken-Derby folgte der zweite Einsatz für die Hammelburg Volleys, die im Hessischen die Favoriten-Bürde zu tragen hatten. Auch deshalb, weil der TuS Kriftel erneut auf den bärenstarken Zuspieler Torben Tidick-Wagner verzichten und am Vortag bei der 2:3-Niederlage in Bliesen ebenfalls über die volle Distanz gehen musste. Hammelburgs Trainer Cornel Closca hatte Hannes Krochmann, Lorenz Karlitzek und Aaron Dettner in die Startformation rotiert und sah einen ordentlichen Start seiner Mannschaft, die sich Mitte des ersten Satzes auf 14:8 hatte absetzen können, den komfortablen Vorsprung danach sicher verwaltete (16:12), ohne groß zu glänzen. Mit den fünf Punkten in Serie hin zum 22:14 war der Satz früh entschieden.  Vor allem im Aufschlag war es eine höchst konzentrierte Leistung der Saalestädter, die taktisch geschickt zwischen Flatter- und Sprungaufschlägen wechselten.

Zu hitzige Diskussionen

Mit unveränderter Aufstellung ging es aus Sicht der Gäste auf die zweite Etappe, die sich deutlich mühseliger gestalten sollte. Mit 8:6 führte Kriftel zur ersten technischen Auszeit, mit 16:14 Hammelburg zur zweiten. Doch die Franken blieben cool wie die nicht gerade adventlich warme Sportstätte, auch wenn bei Kriftel vor allem der überragende Diagonalangreifer Marius Büchi sein Team mit spektakulären Angriffsaktionen im Spiel hielt. Auf der anderen Netzseite überzeugte einmal mehr Moritz Rauber in allen Disziplinen, profitierte dabei auch von den präzisen Annahmen von Libero Aaron Dettner.

Ein umstrittener Ball bei 6:4-Führung der Gastgeber sollte Kriftel endgültig aus der Spur bringen. Weil der Schiedsrichter eine Deckenberührung gesehen hatte, wechselte das Aufschlagrecht auf die Seite der Saalestädter. Es folgte eine aus Sicht der Hessen zu hitzige Diskussion, die Hammelburg einen weiteren Punkt bescherte. Kapitän Oscar Benner schmetterte seine Jungs im Aufschlag sodann zur 8:6-Führung.  Den Akteuren aus dem Main-Taunus-Kreis fehlte zusehends das Werkzeug gehen variabel aufspielende Saalemänner, die angeführt von "Kreativkopf Krochmann" im Angriff aus dem Vollen schöpfen konnten. Und als wollte man in diesem Spiel alle Aufschlagfehler der gesamten Saison wett machen, war  vor allem das oft und oft zurecht kritisierte Instrument der Spieleröffnung diesmal ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. Am Samstag geht es weiter für die Hammelburg Volleys mit dem Gastspiel von Tabellenführer Karlsruhe.