Das Siegerselfie von Zuspieler Aldin Dzafic nach dem Turniersieg im Vorbereitungsturnier war schon mal gekonnt wie immer. Um auch wieder zu spielerischer Routine zu gelangen, folgten die Hammelburger Bundesliga-Volleyballer der Einladung des ASV Dachau zum Vorbereitungsturnier zwischen Teams von Bayern- bis Bundesliga. "Spiele zu gewinnen, hat schon mal wieder Spaß gemacht", freute sich Trainer Tado Karlovic nach dem Turniersieg auf den Bundesligastart am Samstag, 17. September, vor heimischer Kulisse.


Zeit zum Ausprobieren

Auseinandersetzen mussten sich die Karlovic-Truppe in der Vorrunde mit Gastgeber Dachau (in der vergangenen Saison in die Dritte Liga abgestiegen), Bundesliga-Mitstreiter Grafing, Drittligist Friedberg und Bay-ernligavertreter Amberg, gegen die man sich in jeweils knappen Spielen den Vorrundensieg sichern konnte.

Trainer Karlovic konnte munter ausprobieren, taktische Varianten einstudieren und vor allem an der Eingespieltheit seiner mit einigen Neuzugängen gespickten Hammelburger Jungs feilen. Neben dem 27-jährigen Kroaten Branko Damjanovic, der bereits seit mehreren Wochen in der Saalestadt weilt und sich schon bestens ins Team integriert hat, lief auch Neu-Zuspieler Bruno Simonic erstmal im TV/DJK-Trikot auf, mit dessen Engagement die Suche nach einem Ersatz für Olli Möller beendet ist. Der 23-jährige Kroate kam erst vor einer Woche nach Hammelburg und kann trotz seines jungen Alters bereits mit kroatischer Erstliga- und Pokalsiegererfahrung aufwarten. "Unsere Neuzugänge Timm, Branko und Bruno werden mit ihrem Einsatz zur positiven Entwicklung unseres Zweitligateams und des Volleyballs in Hammelburg beitragen", ist sich Karlovic sicher.


In der Liga gilt es

Nach erfolgreicher Vorrunde tauschte man diesmal die Isomatte in der Halle gegen ein weiches Hotelbett, ehe am Sonntag, die Finalrunde anstand. Im Anschluss an einen glatten 2:0-Halbfinalerfolg gegen Vorrundengegner Friedberg baten im Finale die fränkischen Bundesliganachbarn aus Eltmann zum Derby. Das Team um Trainer Milan Maric legte trotz eines kräftezehrenden Halbfinals gegen Gotha mit 1:0 Sätzen vor, ehe sich die Hammelburger auf ihre beiden Topscorer Felix Bendikowski und Lorenz Karlizek verlassen konnten und den Turniersieg klarmachten. "Es war ein schönes Turnier, welches aber niemand überbewertet", fasste Karlovic das Wochenende zusammen: "Was wirklich zählt, sind die Ergebnisse in der Liga."