SpVgg Bayern Hof - TSV Großbardorf 1:2 (1:1). Tore: Tom 1:0 Feulner (32.), 1:1 Manuel Orf (33.), 1:2 Björn Schönwiesner (68.).

Im vierten Anlauf hat der TSV Großbardorf mit dem 2:1-Sieg in der Bayernliga Nord bei der SpVgg Bayern Hof den Bann gebrochen und den ersten Saisonsieg gefeiert. Die Schützlinge von Trainer Dominik Schönhöfer, der vor der Partie ziemlich angespannt wirkte, nahmen die hohe Hürde beim Regionalliga-Absteiger. Der Erfolg war hochverdient, wie auch Gastgebertrainer Miloslav Janovsky einräumte. "Bis zur 30. Minute hatte ich keine Angst, dass wir es nicht schaffen würden. Dann aber überrollte uns Großbardorf. Wir waren insgesamt viel schlechter und schwerfällig, während sich Großbardorf wesentlich stärker präsentiert hat."

Auch Dominik Schönhöfer, der mit dem Abpfiff von Schiedsrichter Martin Speckner (Runding) einen Freudensprung machte, befand, dass der Sieg in Ordnung gehe: "Es war das erwartet hart umkämpfte Match. Vor der Pause war es eine Partie auf Augenhöhe. Dass wir nach dem Hofer Führungstreffer so schnell den Ausgleich erzielten, war eminent wichtig. Ebenso, dass wir in der zweiten Halbzeit in Führung gingen."

Trotz des Erfolges fand Schönhöfer ein Haar in der Suppe: "Wir hatten einige erfolgversprechende Konter. Die hätten wir besser ausspielen müssen." Die Gäste hatten zu Beginn der Partie einige Mühe ins Spiel zu kommen, da die Hausherren anfangs das Spiel dominierten und auch zu Möglichkiten kamen. Christian Dietz im Gehäuse der Grabfelder, dem Schönhöfer wieder vertraute, während Marcel Wehr nach seinem Urlaub auf der Bank saß, entschärfte im Nachfassen einen Komberec-Schuss und Matej Kyndl verfehlte knapp das TSV-Tor.


Tor erst nicht getroffen

Zum ersten Mal gefährlich wurden die Grabfeld-Gallier, als Dominik Zehe aus 16 Metern abzog, aber das Tor nicht traf (20.). Nach 32 Minuten die Hofer Führung durch Tom Feulner, der nach einer Knoll-Ecke per Kopf Dietz keine Abwehrchance ließ. Die Antwort der Gäste folgte prompt. Nach einem Zehe-Eckball sprang das Leder vom Oberschenkel von Björn Schönwiener zum aufgerückten Innenverteidiger Manuel Orf, der ihn akrobatisch mit dem rechten Außenrist in Brusthöhe ins Tor beförderte. Sein Freuden- und Erleichterungsschrei war weit zu hören. Bis zum Wechsel übernahm der TSV nun das Kommando und hatte bei einem Pfostenschuss von Dominik Zehe Pech. So blieb es beim 1:1 zur Pause - einem Ergebnis, das Bardorfs derzeit verletzter Stürmer Pascal Stahl als gerecht bezeichnete: "Beide besaßen gute Chancen. In der zweiten Halbzeit waren wir aber klar besser. Da hat die Elf toll gekämpft und man hat deutlich den Siegeswillen gespürt."


Freude herausgeschrien

Das 2:1 gelang Björn Schönwiesner, der zu einem Solo ansetzte und das Leder nach einem Doppelpass mit Manuel Leicht überlegt und unhaltbar im Eck versenkte (68.). "Ja, ja", schrie er nach dem Einschlag und ließ sich feiern. In der Folgezeit versuchten die Hausherren zwar vehement, aber auch einfallslos, nur mit hohen Bällen, das Ruder noch herumzureißen. Vergebens, da die Innenverteidigung mit Manuel Orf und Marcel Höldele die eindeutige Lufthoheit besaß. Die Chancen hatten die Gäste bei einigen Kontern, die sie aber zu ungenau zu Ende spielten. Deshalb war das Resümee von Kapitän Manuel Leicht nur allzu verständlich: "Wir haben verdient, aber zu niedrig gewonnen."

Großbardorf: Dietz - Zang, Orf, Hölderle, Seufert - Illig - Rieß, Zehe, Schönwiesner (90. Müller) - Rugovaj (76. Breunig), Leicht (80. Mosandl).