DJK Gebenbach - TSV Großbardorf 2:0 (0:0). Tore: 1:0 Martin Kopac (75., Foulelfmeter), 2:0 Marco Seifert (90.+6). Bes. Vorkommnis: Schiedsrichter Thomas Berg schickt Großbardorfs Trainer Dominik Schönhöfer auf die Tribüne (75.).

Mit leeren Händen musste der Nord-Bayernligist TSV Großbardorf die Heimreise aus der Oberpfalz ins Grabfeld antreten. Die Fußballer von Cheftrainer Dominik Schönhöfer unterlagen im idyllisch gelegenen Stadion des Aufsteigers DJK Gebenbach mit 0:2 (0:0). Dabei war wesentlich mehr drin für die Grabfeld-Gallier. Vor allem verhinderte die fehlende Effizienz ein wesentlich besseres Ergebnis.

Allerdings hatte der in Anbetracht seines 3:0-Auftakterfolgs in Hof selbstbewusst auftretende Neuling in der Startphase ein deutliches Übergewicht und hätte in dieser Phase in Führung gehen können. Aber Pavel Novotny köpfte aus aussichtsreicher Position knapp vorbei und wenig später lenkte Björn Schönwiesner einen Schuss von Martin Kopac gerade noch zur Ecke. Nach dieser kam Dominik Haller aus 20 Metern frei zum Schuss, setzte das Leder aber über das Gehäuse der Bardorfer, die ihrerseits in der Folgezeit zwei Chancen nach Standards hatten.

Zweimal war bei Freistößen aus spitzem Winkel André Rieß der Schütze, beide Male herrschte heillose Verwirrung vor dem Tor der Hausherren. Einmal rettete DJK-Keeper Michael Nitzbon, beim zweiten Versuch köpfte Lukas Illig das Leder neben das Tor. "Die erste Halbzeit verlief ziemlich ausgeglichen, aber der Gastgeber hatte die etwas besseren Möglichkeiten", urteilte Dominik Schönhöfer.

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten hatten die Gäste ihre stärkste Phase und auch ihre besten Möglichkeiten. Erst sauste ein Rieß-Kracher aus 20 Metern knapp vorbei, dann hätte Björn Schönwiesner die Gäste in Führung bringen müssen. Nach einem wunderschönen Solo aus der eigenen Hälfte, bei dem er die Akteure der Hausherren wie Slalomstangen umkurvte, stand er allein vor dem DJK-Schlussmann, schob das Leder aber am langen Eck vorbei (50.). In der Folgezeit beruhigte sich das Spielgeschehen, da der Gastgeber meist mit langen Bällen versuchte, die Gästeabwehr in Verlegenheit zu bringen. Dies gelang aber nur selten.

Dann kam die 75. Minute. Nach einem langen Ball soll Marcel Hölderle den eingewechselten Gebenbacher Marco Seifert im Strafraum gefoult haben. Selbst bei den Fans der Platzherren stieß die Elfmeterentscheidung von Schiedsrichter Thomas Berg (Ergolding) auf Unverständnis. "Es war bestimmt kein Foul von mir und deshalb eine klare Fehlentscheidung. Ich bin bewusst weggeblieben, da der Gebenbacher nach außen gelaufen ist", ärgerte sich Hölderle, der sich aufgrund der Strafstoßentscheidung wie seine Mitspieler um ein mögliches Unentschieden betrogen fühlte. "Schade, dass wir nicht für unseren tollen Kampfgeist belohnt wurden."

Diesen Kampfgeist lobte auch der TSV-Trainer, der nach seinen heftigen Protesten wegen der Elfmeterentscheidung vom Schiedsrichter auf die Tribüne geschickt wurde. In den restlichen 15 Minuten versuchten die Gäste immer wieder, doch noch das Ausgleichstor zu erzielen. Aber das misslang, da der letzte entscheidende Pass stets beim Gegner landete. Als die TSVler alles nach vorne warfen, gelang Marco Seifert in der Nachspielzeit sogar noch das 2:0. "Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert. Deshalb ist diese Niederlage sehr ärgerlich, da wir selbst nahe am Führungstor waren. Der unberechtigte Elfmeter hat die Wende gebracht", befand Manuel Leicht. Genauso urteilte Maximilian Zang: "Wir haben wenig falsch gemacht. Es gibt wenig zu beanstanden. Leider hat der Elfmeter das Spiel sehr zu unseren Ungunsten beeinflusst." Für André Rieß war es ein kämpferisch überragendes Match, in dem "wir spielerisch nicht so gut waren. In dieser Hinsicht ist uns leider einiges misslungen. Trotzdem hätten wir mindestens einen Punkt verdient gehabt."

Großbardorf: Dietz - Zang, Orf (83. Dinkel), Hölderle, Seufert - Illig, Zehe - Rieß, Schönwiesner - Rugovaj (59. Floth), Leicht (80. Breunig).