FC Untererthal - SV Aura 0:1 (0:0). Tor: 0:1 Daniel Hagemann (47.).

Die Papierform? Die hatte natürlich den FC Untererthal als den Favoriten ausgewiesen. Tabellenführer ist die Viktoria schließlich, ein souveräner noch dazu. Aber auch die Auraer durften dieses Match mit breiter Brust angehen nach immerhin zehn Punkten aus den letzten fünf Spielen mitsamt dem 7:2-Erfolg der Vorwoche über den FC WMP Lauertal II. Das torlose Remis zur Pause ging durchaus in Ordnung, wenngleich die Gastgeber etwas mehr vom Spiel und auch die besseren Chancen hatten in Person von Benedikt Hüfner, Mathias Tartler oder Pascal Wüscher. FC-Keeper Daniel Hammer musste nur einmal zupacken beim Freistoß von Florian Schießer. Kurz nach der Pause allerdings die kalte Dusche für den Primus mit dem Treffer von Daniel Hagemann, dessen Freistoßball von der Mittellinie an Freund und Feind vorbei tatsächlich den Weg ins Tor fand. Nur Augenblicke später verhinderte Hammer das 0:2 mit einer starken Aktion gegen Patrick Falkenstein. Auch Joker Konstantin Papadopoulos hätte den nächsten Gästetreffer nachlegen können, während auf Seiten der Gastgeber Benedikt Hüfner nach Flanke von Stefan Thoma einen Hochkaräter vergeigte und kurz vor Spielende einen Freistoßball knapp neben das Gehäuse platzierte. Allerdings gehört es zur Bilanz dieses Spiels, dass in der Schlussphase erneut Hammer zur Stelle war bei weiteren Auraer Gelegenheiten für Papadopoulos und Arkadiusz Porombka. "Uns haben schlichtweg die Mittel gefehlt. Aura war aggressiver, giftiger, präsenter und hat daher verdient gewonnen", bilanzierte FC-Abteilungsleiter Sven Röthlein. Die Papierform? Hatte letztendlich keine Rolle gespielt.js

SV Obererthal - SG Reiterswiesen/Arnshausen/FC 06 Bad Kissingen II 2:5 (1:1). Tore: 0:1 Otmane Houara (15.), 1:1 Tobias Windberg (45., Eigentor), 1:2 Johannes Friedrich (60.), 1:3 Fabian Renninger (65.), 2:3 Markus Weidinger (66.), 2:4 Dario Holland (80.), 2:5 Felix Franz (82.). Bes. Vorkommnis: Michael Helm (Obererthal) pariert Foulelfmeter von Marcel Röder (55.).

"Der Gegner war eigentlich sogar schlagbar. Aber wir haben uns so viele individuelle Fehler erlaubt, dass die Niederlage zwar etwas zu hoch ausfiel, aber absolut in Ordnung geht", analysierte Lorenz Brust. Insbesondere ärgerte den SV-Abteilungsleiter, dass sich seine ersatzgeschwächte Elf gleich drei Treffer nach weiten Einwürfen von Gäste-Spielertrainer Marcel Röder eingefangen hatte. "Diese Qualitäten sind ja hinreichend bekannt, trotzdem haben wir da immer wieder geschlafen." Dabei hatte es bis zum Pausenpfiff noch gut ausgesehen, weil Tobias Windberg mit seinem Eigentor den Rot-Weißen den Gleichstand beschert hatte. Und weil Michael Helm den selbst verschuldeten Elfer von Marcel Röder parierte, lebte eine Stunde lang die Hoffnung, ehe der Gast binnen weniger Minuten dreimal erfolgreich war. "In den nächsten für uns so wichtigen Spielen gegen Lauertal und die SG Gräfendorf müssen wir uns wieder anders präsentieren", fordert Lorenz Brust.

jsFC Bad Brückenau - SG Gräfendorf/Wartmannsroth/Dittlofsroda 0:0.

Als wären die Gäste als Tabellenschlusslicht nicht schon gestraft genug, musste die Spielgemeinschaft nach einer knappen halben Stunde auch noch den Keeper wechseln, als mit Stephan Schreihanz ein Feldspieler für den verletzten Christian Schreihanz zwischen die Pfosten rückte. Bis dato besaßen Offensivaktionen Seltenheitswert. Auf FC-Seite schnupperten Daniel Bengart, Florian Jakobsche und Felix Frank am Torerfolg, bei den Gästen prüfte Philipp Hölzer zweimal FC-Keeper Maxi Lother. Reichlich Ecken sollten die Fans nach der Pause kredenzt bekommen und allerlei Auswechslungen, aber weil das Salz in der Suppe fehlte, blieb es bis zum Abpfiff fade Kost. "Wir haben es einfach nicht geschafft, das Abwehrbollwerk der Gräfendorfer zu überwinden", bilanzierte FC-Pressesprecher Christian Riemey. Ein paar brauchbare Chancen hatte es ja noch gegeben für Florian Jakobsche nach der Flanke von Sebastian Ziegler, Daniel Bengart und erneut Jakobsche, während Lother die totale Pleite verhinderte mit seiner Parade gegen Philipp Lutz nach dem schönen Zuspiel von Linus Wilm.js

SC Diebach - TSV Wollbach 2:2 (0:2). Tore: 0:1, 0:2 Leo Rottenberger (43., 44.), 1:2 Alexander Drachenberg (75.), 2:2 Michael Mathes (81.).

Gegen den favorisierten TSV Wollbach spielte Diebach eine ansehnliche erste Halbzeit und war dabei sogar etwas aktiver als die Gäste. Doch kurz vor der Pause drosch Leo Rottenberger einen zentral abgewehrten Ball aus 20 Metern sehenswert in den Winkel. Nur eine Minute später legte der Wollbacher einen weiteren Treffer nach, diesmal flach von der Strafraumkante. Die Gastgeber waren zunächst geschockt und durften sich auch bei ihrem Schlussmann Lukas Wahler bedanken, der im zweiten Durchgang mehrfach stark parierte. Mit der Zeit kämpfte sich der SC zurück in die Partie, Alexander Drachenberg markierte per Kopf den Anschlusstreffer, vorausgegangen war eine präzise Flanke von Patrick Schmähling. Zehn Minuten vor Schluss setzte Michael Mathes noch einmal zum Sprint an, nachdem er einen Abschlag an der Mittellinie angenommen hatte. Der SC-ler setzte sich gut durch und schob schließlich aus kurzer Distanz sicher zum Ausgleich ein. Kurz vor dem Abpfiff hatte Daniel Schaub sogar den Siegtreffer für Diebach auf dem Fuß, scheiterte aber mit seinem Abschluss aus wenigen Metern Entfernung.smb

BSC Lauter - VfR Sulzthal 0:1 (0:0). Tor: 0:1 Alexander Unsleber (51., Elfmeter).

Es war nicht gerade ein fußballerischer Leckerbissen, der den Zuschauern in Lauter geboten wurde. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitestgehend und erspielten sich kaum nennenswerte Chancen. Der Hausherr setzte dabei die Vorgabe des Trainers, aus einer geordneten Defensive heraus zu spielen, gut um, konnte aber außer einem Distanzschuss von Nico Kessler nicht für Gefahr sorgen. "Sulzthal war etwas besser und hatte mehr vom Spiel, aber wir haben dennoch nicht viel zugelassen", resümierte BSC-Pressewart André Lang. In der 51. Minute konnte sich schließlich Alexander Unsleber im Strafraum durchsetzen und wurde elfmeterwürdig gefoult. Der Torjäger vom Dienst trat selbst an und ließ sich die Chance vom Punkt nicht nehmen. Kurz vor Schluss parierte Lauters Torwart Fabian Lang noch einmal glänzend gegen Unsleber. Neben dem Spiel verlor der Gastgeber auch noch Philipp Goll, der unglücklich im Gesicht getroffen wurde und mit Verdacht auf Nasenbruch abtransportiert werden musste.smb

FC WMP Lauertal II - TSV Oberthulba 2:2 (1:1). Tore: 0:1 Marius Schubert (2.), 1:1 Martin Baumgart (38.), 1:2 Erik Beyer (85.), 2:2 Daniel Heuchler (90. +2).

Die Gäste, die vor Wochenfrist in Obererthal einen 3-Tore-Vorsprung aus der Hand gaben (3:3), vermochten auch auf der Centleite eine zweimalige Führung nicht über die Zeit zu bringen. Der schnelle Führungstreffer förderte zwar das Selbstvertrauen der Straub-Mannen, "die besser gespielt haben, aber immer wieder an unserem überragenden Keeper Sebastian Müller gescheitert sind", berichtete FC-Pressesprecher Sven Gessner. Dann kassierten die Oberthulbaer noch vor dem Pausentee den Ausgleich, den WMP-Routinier und Mannschaftskapitän Martin Baumgart erzielte. Der Gast blieb weiter am Drücker, "aber wir haben gekämpft wie die Löwen", so Gessner. Als ein Kopfball von Erik Beyer von Müller nicht zu parieren war, schien der Auswärtssieg aus Sicht der Rot-Weißen eingetütet zu sein, doch eine Schläfrigkeit in der Nachspielzeit kosteten zwei Punkte. Eine Freistoßflanke von FC-Oldie Daniel Heuchler ließ die TSV-Deckung durch den Sechzehner passieren, der davon erstaunte Keeper Philipp Metz durfte dann das Leder aus den Maschen holen. "Es war ein glücklicher Punkt für uns, aber Belohnung für unsere tolle Moral", so Gessner. sbp

FC WMP Lauertal I - SG Hendungen/Sondheim/Grabfeld 3:1 (2:0). Tore: 1:0 Andre Kessler (7., Elfmeter), 2:0 Sebastian Händel (39.), 3:0 Andre Kessler (66.), 3:1 Steffen Scholz (83.).

Nach der überraschenden Niederlage gegen Sandberg in der Vorwoche zeigte der FC WMP Lautertal eine starke Reaktion und ließ gegen die Spielgemeinschaft aus Hendungen und Sondheim nichts anbrennen. Die Hausherren waren von Beginn an klar überlegen, betrieben aber besonders in der zweiten Halbzeit Chancenwucher. Michael Krautschneider war ein großer Aktivposten, blieb im Abschluss aber glücklos. Stattdessen sorgte Andre Kessler mit einem Doppelpack für Tore. Er traf zunächst per Strafstoß und später aus dem Gewühl heraus zum 3:0. Den zweiten Treffer hatte Sebastian Händel erzielt, nachdem Hendungens Torwart einen Weitschuss von Daniel Schmitt nur nach vorne abprallen lassen konnte. Die Gäste bewiesen allerdings Moral und erkämpften sich mit einem Konter zumindest den Ehrentreffer. "Hendungen hat kämpferisch gut dagegengehalten, aber wir hätten auch deutlich höher führen können. Nach dem Spiel letzte Woche war das ein guter und wichtiger Sieg", befand FC-Informant Sven Gessner.smb