Eine Woche vor dem offiziellen Saisonbeginn in der 2. Bundesliga gewinnen die Hammelburger Bundesligavolleyballer das Vorbereitungsturnier in Gotha und sammeln wichtige Erkenntnisse für den bevorstehenden Ligastart am Samstag in Delitzsch. Es war 18.30 Uhr, als das zweitägige Turnier des VC Gotha mit dem 3:0-Erfolg der Saalestädter gegen die Gastgeber sein Ende fand.

Vier Teams waren der Einladung der Thüringer gefolgt: Neben den Hausherren und Hammelburg, nahmen auch der VC Bitterfeld-Wolfen aus der 2. Bundesliga Nord und der GSVE Delitzsch teil. Das Trainergespann um Cornel Closca und Klaus Baden konnte bis auf Lukas Baden auf alle Spieler zurückgreifen.

Coronabedingt fand die Veranstaltung ohne Zuschauer und unter Einhaltung eines strengen Hygienekonzeptes statt. "Auch für uns ein sehr guter Test für die bald beginnende Bundesliga-Saison", befand Gothas Vereinsmanager Jörg Fischer. Bereits bei der Ankunft, erhielt jeder Spieler spezielle Akkreditierungen für den Zugang zu bestimmten Hallenzonen. Zudem wurde bei jedem Akteur vor Betreten der Halle vom Hygienebeauftragten der Gäste die Temperatur gemessen.

Um die interessierte Volleyballgemeinde nicht komplett außen vor zu lassen, hatten sich die Organisatoren aus Gotha etwas besonderes einfallen lassen. Per Livestream konnten die Zuschauer die Spiele am heimischen PC oder Smartphone verfolgen, die von Gothas Vereinsmanager Jörg Fischer und dem Presseverantwortlichen Wolfgang Mengs stilsicher kommentiert wurden. "Ganz großes Kompliment an die beiden für die fachkompetente, super faire und humorige Kommentierung", schickt Hammelburgs Olly Wendt ein Dankeschön nach Gotha.

Die Fangemeinde bekam einen ersten Geschmack vom neuen Hammelburger Team, welches sich in allen Konstellation in guter Saisonform präsentierte. Samstag konnte man sich im ersten Spiel mit 3:1 gegen Delitzsch durchsetzen, verlor dann aber das abendliche Spiel gegen die Gastgeber mit 1:3. Nach kurzer Nacht im Hotel, setzten sich die Saaleboys am Sonntagmorgen im Tie-Break gegen Bitterfeld-Wolfen durch, was den Einzug ins Finale gegen Gotha bedeutete.

Obwohl Kapitän Oscar Benner (Magenverstimmung) und Lorenz Karlitzek (Knieprobleme) nicht eingesetzt werden konnten, gelang den Saalemannen die Mini-Revanche. "Als Team haben wir von Spiel zu Spiel besser zusammen gefunden und mehrmals gezeigt, dass wir in jeder Aufstellung erfolgreich Volleyball spielen können", resümierte Hammelburgs Mittelblocker Janick Sill das Turnier.

Daheim bleiben!

Am Samstag wird es dann Ernst, wenn die Hammelburger erneut auf Delitzsch treffen. Dabei hat Pressesprecher Olly Wendt noch eine wichtige Information für die Hammelburger Volleyballfans: "Auch wenn in Delitzsch 200 Zuschauer zugelassen sind, besagen die Auflagen, dass keine Auswärtsfans erlaubt sind. Da ich unsere verrückten Fans kenne, sei gesagt, dass wir als Verein ausdrücklich vor einer Fahrt nach Delitzsch abraten."