Jetzt verlieren die Kissinger Wölfe auch ihre Galionsfiguren. Was freilich nicht überrascht angesichts der Qualität der Akteure. Gleich drei Spieler aus der "Konkursmasse" der Saalestädter haben sich die Höchstadt Alligators verpflichtet. Der Oberligist, mit zwölf Punkten Rückstand auf den elften Platz derzeit das deutliche Schlusslicht, hatte erst Goalie Benni Dirksen unter Vertrag genommen und meldet nun auch Wölfe-Spielertrainer Mikhail Nemirovsky und Toptorjäger Anton Seewald als Neuzugänge. "Das war für mich quasi die einzige Möglichkeit, bei meiner Familie bleiben zu können", sagt Nemirovsky, der vor wenigen Monaten zum dritten Mal Vater wurde. Der 44-Jährige wird mit seinen Ex-Kollegen zudem eine Fahrgemeinschaft bilden können, weil Dirksen und Seewald mit ihren Familien in Bad Kissingen wohnen.

"Nemo wird uns unter anderem mit seiner Übersicht und Routine im Überzahlspiel weiterhelfen und Anton stand schon seit längerer Zeit auf unserer Wunschliste", sagt Höchstadts Sportvorstand Jörg Schobert: Sollten alle Formalitäten planmäßig geklärt werden, stand das Kurstadt-Trio bereits am Freitag zum Heimspiel gegen die Memmingen Indians auf dem Eis. Vom Aus der Kissinger Wölfe profitieren weiter die Mighty Dogs, die nach Jona Schneider, Kevin Marquardt und Tilman Pfister nun auch Semjon Bär von der Saale an den Main locken konnten.