TSV Großbardorf - FC Eintracht Bamberg 1:0 (0:0). Tor: 1:0 Simon Snaschel (86.). Gelb-Rot: Felix Popp (76., Bamberg), Lukas Illig (90.+3, Großbardorf).

Gut organisiert. Klar in der Ansage. Und konsequent im Handeln. Zumindest bei der Umsetzung des Hygiene-Konzepts hatte der TSV Großbardorf alles im Griff beim Re-Start der Bayernliga Nord, den sich offiziell 217 Zuschauer nicht entgehen lassen wollten. 400 Fans wären erlaubt gewesen. Etwas mehr Probleme gab es dagegen auf dem Spielfeld.

"Nach zehn Monaten Pause war meine Mannschaft zu Beginn übernervös. Wir haben nicht unser Spiel gefunden und hatten Glück, weil Bamberg eigentlich das 1:0 machen muss", sagte TSV-Trainer Andreas Brendler. Früh musste Keeper Julian Schneider gegen Jakob Tranziska Kopf und Kragen riskieren, ehe Lukas Schmittschmitt (der wirklich so heißt) den Ball freistehend übers TSV-Tor löffelte.

"Ins Spiel reingefressen" habe sich dann laut Brendler sein Team, das erste Torannäherungsversuche generierte bei Abschlüssen von Simon Snaschel, Lukas Dinkel und Lukas Illig. Bardorfs beste Chance vor dem Seitenwechsel bot sich Snaschel, als FC-Schlussmann Fabian Dellermann mit dem Glück des Tüchtigen klärte. Allerdings blieben die robusten Domreiter jederzeit gefährlich mit weiteren guten Chancen für Robin Renner und Felix Popp. "Bamberg hat eine junge und laufstarke Studententruppe, die drauf geht und den Ball jagt", lobte Brendler die Oberfranken in diesem Verfolgerduell mit zwölf gelben und zwei Ampel-Karten.

Der Abnutzungskampf der zweiten Halbzeit sah die Großbardorfer im Vorteil, die den Violetten nur noch eine halbgare Gelegenheit für den starken Timo Strohmer gestatteten. Weitere dreimal probierte es auf der anderen Seite Simon Snaschel, ehe der vierte Versuch des Münnerstädters saß, der sich erst Ball und Gegner zurechtlegte, dann das Leder gekonnt ins lange Eck schlenzte. In Überzahl übrigens, weil Bambergs Popp zehn Minuten zuvor nach wiederholtem Foulspiel vorzeitig vom Feld musste.

"Das war spielerisch keine Glanzleistung, aber eine hohe Intensität. Mit einem dreckig erarbeiteten Sieg, der am Schluss auch verdient war, weil die Jungs alles rausgehauen haben", kommentierte Brendler, der äußerst angetan war von der Leistung seiner neu formierten Dreierkette mit Routinier Benni Kaufmann und den jungen Ronny Mangold und Julius Landeck. "Eigentlich ist ein Markus Kirchner unverzichtbar für uns. Aber was die Jungs gegen eine so offensivstarke Truppe gezeigt haben, da ziehe ich den Hut."

Großbardorf: Schneider - Landeck, Kaufmann, Mangold - Dinkel (58. Schwab), Müller, Illig, Piecha, Weiß (58. Reith) - Strohmenger (76. Scheuring), Snaschel (90. Rützel).