FC Fuchsstadt - TG Höchberg 4:2 (2:0). Tore: 1:0 Johannes Feser (2.), 2:0 Dominik Halbig 27.), 3:0 Simon Häcker (73.), 4:0 Andreas Graup (78., Foulelfmeter), 4:1, 4:2 Tobias Riedner (85., 89.).
Zum Handschlag nach dem Spiel stand Martin Halbig die Entschuldigung quasi ins Gesicht geschrieben. Bitter enttäuscht war schließlich der Trainer-Kollege. Wohlwissend, dass dessen Mannschaft sicher keine zwei Tore schlechter war. Und bestimmt keine vier. Der Staun-Faktor unter den 200 Zuschauer war diesmal besonders ausgeprägt.

"In Memmelsdorf haben wir die großen Dinger noch liegen gelassen. Diesmal waren wir effektiv wie selten zuvor", sagte der FC-Übungsleiter in seiner Analyse. "Vor allem in der ersten Halbzeit war das eine enge Kiste." Stimmt, denn die erste Chance besaß kurz nach Anpfiff schließlich der Gast vom Main durch Julian Geiger, der das Leder übers Tor setzte. Und der Augenblicke später das erste FC-Tor mitansehen musste. Perfekt hatte Andi Graup auf Jogo Feser durchgesteckt, der frei vor TG-Keeper Dominik Daxhammer sicher vollstreckte. Beide Mannschaften hatten sich neben der Viererkette für ein Fünfer-Mittelfeld und eine zentrale Spitze entschieden. Eine Position, die bei den Mainfranken Tobias Riedner begleitete. Die Folge auf beiden Seiten: viele hohe Bälle in Richtung Strafraum. "Der Platz war nicht einfach zu bespielen. Und wir haben in der Vorbereitung sechs Wochen auf Kunstrasen trainiert. Daher haben wir einfache Mittel gesucht. Die langen Bälle waren richtig", sagte TG-Coach Thomas Kaiser. "Aber das Verhalten danach hat nicht gepasst, um die zweiten Bälle zu bekommen." Dass die TG-ler kaum zu Chancen kamen, lag vor allem an den Kopfball starken und extrem aufmerksamen FC-Innenverteidigern Lukas Lieb und Marcel Plehn, die ihrem Keeper reichlich Arbeit abnahmen.

Höchberg presste, Höchberg spielte aggressiv, aber Fuchsstadt traf ein zweites Mal vor der Pause. Durch Dominik Halbig, der das Spielgerät nach Feser-Ablage volley unter die Latte schweißte mit prima Schusstechnik. Zwei Chancen, zwei Tore, während die Kaiser-Mannen vor dem Halbzeitpfiff nur noch einen zu unplatzierten Riedner-Schuss zu bieten hatten. "Wir haben danach richtig gut gespielt. Wenn der eine Ball rein geht, sind wir wieder im Spiel und nehmen auch was mit", sagte Dominik Kaiser zu der ersten großen Chance nach dem Wechsel, als erneut Riedner im Mittelpunkt des Geschehens stand und Simon Bolz nach einer Ecke auf der Linie klärte. Aber die Geschichte der ersten 45 Minuten sollte sich wiederholen. Erst verlängerte Simon Häcker das Leder nach Bolz-Freistoß ins Tor, dann traf Graup, zuvor selbst vom Torwart gefoult, per Strafstoß zum 4:0.

"Ich habe in der Halbzeit gesagt, dass wir keinen Schönheitspreis, sondern das Spiel gewinnen wollen. Die Jungs haben gut nach hinten gearbeitet und diszipliniert gespielt. Jetzt haben wir den Abstand auf die Abstiegsplätze wieder ein Stück vergrößert", freute sich Martin Halbig. Und konnte daher auch über die Unaufmerksamkeiten in der Schlussphase hinweg sehen, als Eyrich erst einen Riedner-Kopfball glänzend entschärfte, ehe der Höchberger Stürmer doppelt traf.
Fuchsstadt: Eyrich - Lieb, Plehn, Bayer (82. Wolf), Bolz - Emmer, Pfeuffer, Graup (80. Reuß), Halbig, Häcker - Feser (82. Halbritter).