Kein Training, kein Spiel. Aber Franz-Xaver Roßhirt will fit sein, wenn es wieder auf den Platz geht, weshalb der 24-Jährige daheim im eigens eingerichteten Fitness-Zustand die Muckis stählt. Langweilig wird dem Keeper des TSV Steinach sowieso nicht als Schichtarbeiter bei der ZF Friedrichshafen AG in Schweinfurt, der parallel seine Ausbildung zum Maschinenbautechniker vorantreibt. Und für den Juni ist eine Alpenüberquerung mit dem Rad geplant.

Wer hat Sie angespielt?

Franz-Xaver Rosshirt: Marcel Röder ist der Freund meiner älteren Schwester. Ich freue mich darauf, wenn wir nach überstandener Pandemie endlich wieder gemeinsam feiern können.

Wie sieht Ihr Laufweg aus?

Seit Kindesalter bin ich beim TSV Steinach und habe auch noch nie darüber nachgedacht, für einen anderen Verein zu spielen. Es ist doch eine tolle Sache, mit Freunden in der Kreisliga zu spielen, mit denen man schon als Kind auf dem Bolzplatz stand und die ganze Jugend durchgekickt hat. Zudem haben wir in Steinach sogenannte "Kabinenpartys", die bisher immer ein berauschendes Ereignis mit sich gebracht haben (lacht).

Sie gelten als durchaus ehrgeizig. Wie äußert sich das?

Na ja, ich weiß nicht wie Sie darauf kommen, aber ich versuche immer mein Bestes zu geben, egal ob im Berufs- oder Privatleben. Meiner Meinung nach sollte man nicht gleich den Kopf in den Sand stecken, wenn etwas nicht gleich funktioniert. Fehler sind doch dafür da, um daraus zu lernen und es beim nächsten Mal besser zu machen.

Der gebürtige Steinacher Lukas Wenzel spielt für den TSV Aubstadt in der Regionalliga. Was hat er Ihnen voraus?

Lukas ist ein sympathischer junger Mann und ein super Tormann. Wenn man ihm zuschaut, kann man eine Menge lernen. Er ist reaktionsschnell, ehrgeizig und beidfüßig sehr talentiert. Ich würde mir wünschen, dass er den Sprung in noch höhere Ligen schafft.

Gibt es Kontakt untereinander?

Da wir nicht gleichalt sind, nicht durchgehend auf der selben Schule waren und er dann direkt auf dem Internat war, haben wir eher weniger Kontakt. Aber er kam zu den letzten Trainingseinheiten nach Steinach und kickte bei uns mit.

Sie gelten als großer Malle-Fan.

Malle war eine ganze Zeit lang wirklich ein besonderes Urlaubsziel für mich. Auf Mallorca war ich mit meinen Freunden und auch schon einmal mit einem Teil der Mannschaft. Es war immer wieder ein einzigartiger Besuch mit vielen unglaublichen Geschichten, über die ich mit meinen Freunden noch in vielen Jahren reden werde (lacht). Ob ich den Ballermann noch einmal besuchen werde, weiß ich nicht, da ich persönlich andere Reiseziele erstmal bevorzuge. Als nächstes würde ich eine Kreuzfahrt anstreben.

Sie sind Mitglied der verflixten Sieben. Was hat es damit auf sich?

Die verflixte Sieben ist bei uns der Siebener Rat, der den legendären Büttenabend begleitet. Dort bin ich der stellvertretende Sitzungspräsident von Andreas Alles. Meine Aufgabe besteht darin, ihn zu unterstützen.

Sie feiern gerne , sind aber Fan des Hamburger SV. Wie passt das denn zusammen?

Ich bin sogar stolz darauf, Fan des HSV zu sein. Da wird einem wenigstens nicht langweilig und man fiebert bis zum Ende der Saison mit, ob es endlich mit dem wohl ersehnten Aufstieg in die Bundesliga klappt. Dieses Jahr sieht es wieder ziemlich gut aus, aber ich halte besser erstmal den Ball flach. Nach so einem 5:0-Erfolg wie am Montag gegen Osnabrück hat man aber jeden Grund zu feiern, oder finden Sie nicht?

An wen spielen Sie weiter?

Ich spiele weiter an Kilian Markart vom SV Riedenberg. Mit ihm war ich zusammen in der Schule und wir haben zusammen die Ausbildung bei ZF absolviert. Auf eine Revanche freue ich mich schon sehr, da er beim letzten Aufeinandertreffen ein Tor gegen mich erzielen konnte. Dennoch hat der TSV Steinach gewonnen (lacht).

Steilpass-Regeln: Das Spielfeld haben wir deutlich breiter gesteckt. Der Spieler muss lediglich aus dem Landkreis Bad Kissingen kommen oder dort aktiv sein. Und zwar nicht zwangsläufig als Fußballer. Jeder Sportler und jede Sportlerin darf angespielt werden. Abwechslung ist angesagt!

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