FC 06 Bad Kissingen - FC Gerolzhofen (Sonntag, 15 Uhr)

FC 06 Bad Kissingen (1./43) gegen den FC Gerolzhofen (16./14) - der Tabellenführer erwartet das Schlusslicht der Liga. Das sollte eigentlich eine klare Angelegenheit zu Gunsten der Hausherren sein, doch FC-Coach Thomas Lutz warnt: "Im Hinspiel (4:1) haben wir uns schwer getan und anfangs zwei klare Chancen zugelassen in einem zerfahrenen Spiel. Das möchte ich nicht noch mal so haben. Wir müssen von Anpfiff weg konzentriert agieren." Dies taten seine Jungs auch beim vorangegangenen Match in Forst, agierten dort überlegen und erarbeiteten sich eine Vielzahl von Torchancen, ohne allerdings Kapital daraus zu schlagen. So mussten sich die Kurstädter am Ende mit einem mageren 1:1-Remis begnügen. "Da haben wir Punkte liegen lassen. Wir waren im Abschluss nicht so entschlossen und Forsts Torhüter hatte einen goldenen Tag. Mit dem Spiel an sich, wie wir als Mannschaft aufgetreten sind und nach dem spätem Rückstand noch Moral bewiesen haben, bin ich sehr zufrieden", sah Bad Kissingens Coach eine klare Tendenz nach oben, fordert aber noch mehr Fokussierung. "Wir müssen konsequent an unserem Offensivspiel arbeiten und in Ruhe unsere Abschlüsse suchen. Denn klar ist, wenn wir unsere Gelegenheiten nicht reinmachen, liegt es nicht am Gegner, sondern nur an uns." Bei Schlusslicht Gerolzhofen brachte vergangene Woche auch der Trainerwechsel kurzfristig nichts Zählbares, der FC unterlag im Kellerduell Ramsthal zuhause mit 0:2. In den 06er-Kader kehrt Anthony Brinkley nach abgelaufener Rotsperre zurück, während Youngster Pascal Zehe nach guter Leistung in Forst wohl erneut in der Startelf stehen dürfte.

SV Riedenberg - FC Strahlungen (Sonntag, 15 Uhr)

Im Kampf um den Klassenerhalt Gold wert war der 4:1-Erfolg des SV Riedenberg (11./23) in Geesdorf. Damit haben die Mannen von Trainer Marius Kubo beste Voraussetzungen geschaffen für das Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten vom FC Strahlungen (13./22). Dort soll, wenn möglich, der erste Heim-Dreier 2017 geschafft werden, nachdem die Partien auf eigenem Platz gegen Oberschwarzach (1:3) und Dampfach (1:2) punktetechnisch in die Binsen gingen. "Aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz war der jüngste Sieg sehr wichtig. Anfangs hatten wir Probleme, die wir aber im Lauf des Spiels immer besser in den Griff bekommen haben. Dabei haben sich Benedikt Carton sowie James Galloway nicht nur ihrer Tore wegen Bestnoten verdient", freute sich SV-Coach Marius Kubo über den Coup in Geesdorf und die bärenstarke Vorstellung seiner Leistungsträger. "Jetzt visieren wir gegen Strahlungen natürlich den ersehnten Heimsieg an, nachdem es zuvor nicht geklappt hat. Dabei müssen wir die gleiche Zielstrebigkeit an den Tag legen wie jüngst, dann kann es klappen. Einstellung und Engagement passen jedenfalls", möchte Kubo mit seiner Truppe unbedingt nachlegen. Allerdings weiter ersatzgeschwächt, da Nico Krapf mit einer Oberschenkelblessur auszufallen droht. Dieser war beim 4:0-Hinspielerfolg mit drei Toren einer der Protagonisten der Partie. Beim Aufsteiger aus Strahlungen läuft es derzeit alles andere als rund. Mit fünf Niederlagen und einem Remis aus den vergangenen sechs Spielen rutschte die Mannschaft von Spielertrainer Thorsten Seufert auf den Relegationsrang zurück und steht damit gehörig unter Druck. Bei der jüngsten 2:3-Heimniederlage gegen die DJK Dampfach musste der Coach selbst von Beginn an ran und erzielte dabei einen Treffer.

DJK Dampfach - TSV Münnerstadt (Sonntag, 15 Uhr)

Spät wurde dem TSV Münnerstadt (6./33) im Heimspiel gegen Oberschwarzach die Hoffnung auf zumindest einen Zähler der Garaus gemacht, als SV-DJK-Comeback-Goalgetter Philipp Mend tief in der Nachspielzeit den 2:1-Siegtreffer für die Seinen erzielte und Münnerstadt mit leeren Händen dastand - obwohl der TSV nicht schlechter war als der Kontrahent aus dem Steigerwald. "Ein Remis wäre in einem gutklassigen Kampfspiel gerecht gewesen. Sebastian Köhler hatte in der 80. Minute die Riesenchance, uns in Führung zu bringen. Der Gegentreffer in der Nachspielzeit war brutal, aber auch wir hatten schon das Glück später Siegtore, wie zum Beispiel gegen die FT Schweinfurt", war TSV-Trainer Thomas Dietz nach der Niederlage gefasst und hofft, die Punkte nun auswärts bei der DJK Dampfach (4./37) wiederzubekommen. Doch die Jugendkraftler präsentieren sich in dieser Saison in konstant guter Verfassung, was durch Platz vier kräftig untermauert wird. Vorne sticht derzeit Torjäger Patrick Winter, der am vergangenen Wochenende den FC Strahlungen mit einem Dreierpack beim 3:2-Auswärtserfolg fast im Alleingang besiegte und derzeit mit 16 Toren auf Platz drei der Goalgetter-Liste der Bezirksliga ist. "Ihn müssen wir bestmöglich ausschalten und versuchen, gegnerische Freistöße vor dem eigenen Tor zu vermeiden, denn die schießt ihr Routinier Paul Tudor brandgefährlich", umschreibt Dietz einige Vorzüge des Kontrahenten, der das Hinspiel am Münnerstädter Sportgelände knapp mit 2:1 für sich entscheiden konnte. "Es wird ein schwieriges Spiel, wo wieder Kampf und Einsatzbereitschaft gefordert sind, doch wollen wir diesmal den Spieß umdrehen und vor dem Derby nochmals punkten", hofft Dietz auf Zählbares, auch wenn mit Tobias Kröckel und Nico Weber zwei weitere Kicker ausfallen.

SV Ramsthal - 1. FC Geesdorf (Sonntag, 15 Uhr)

Nach dem wichtigen Dreier im Keller-Duell bei Schlusslicht Gerolzhofen hat der SV Ramsthal (14./19) den Abstand zum Relegationsplatz verkürzen können und versucht, in der Heimpartie gegen den 1. FC Geesdorf (8./32) weiter Boden in der Tabelle gutzumachen. Mit dem Spiel seiner Jungs in Gerolzhofen war Ramsthals Coach Nico Schell nur bedingt zufrieden: "Das Spiel war sehr durchwachsen. Wir haben eine schlechte erste Hälfte gespielt, die Begegnung dann aufgrund der zweiten Halbzeit verdient gewonnen. Aber wenn wir eher schlecht spielen und dann die Punkte holen, soll mir das recht sein, denn für uns geht es nur um Zählbares im Moment. Vorher haben wir zweimal gut gespielt und verloren." Ein anderes Kaliber als Gerolzhofen dürfte der Tabellenachte aus Geesdorf darstellen, auch wenn dieser zuletzt sein Heimspiel überraschend hoch mit 1:4 gegen Riedenberg verlor, sogar nach einer 1:0-Pausenführung. "Geesdorf ist ein Team mit sehr gutem Umschaltspiel, das in den Remeithi-Brüdern und den Weigleins starke Kräfte hat. Gerade Stefan Weiglein hat uns im Hinspiel Probleme bereitet", erinnert sich Schell. Das Spiel damals gewann der SV Geesdorf zwar mit 3:1, doch waren die Weindörfler dabei lange Zeit mindestens auf Augenhöhe und blieben unglücklich ohne Punkte. Im Ramsthaler Kader sind noch ein paar Fragezeichen, weshalb Schell seine Aufstellung erst kurz vor Spielbeginn publik machen möchte. "Es reicht, wenn es der Gegner eine Stunde vor dem Match liest."