FC 05 Schweinfurt - TSV Aubstadt (Samstag, 14 Uhr)

Der FC 05 Schweinfurt wird zur neuen Saison definitiv sein Unterfranken-Derby haben. Klar, dass dieses bevorzugt in der 3. Liga stattfinden soll - gegen die Kickers aus Würzburg. Für die Fans wäre es eine Wohltat, dem ewigen Rivalen vom Dallenberg mal wieder auf Augenhöhe zu begegnen.

Gelänge die Versetzung aus der Regionalliga nicht, blieben in der neuen Saison zumindest die Vergleiche mit dem TSV Aubstadt, der am Samstag der Gegner in der Trostrunde des Ligapokals ist. Fleißig trainiert haben die Grabfelder in den vergangenen Wochen, was fehlt, ist die Wettkampf-Praxis.

Wieder mit Zuschauern

Wie zuletzt gegen Aschaffenburg, dürfen 250 Fans ins Willy-Sachs-Stadion. Der Sieger muss bereits am Dienstag ran im Trostrunden-Finale gegen Wacker Burghausen. Nur der Gewinner erhält sich die Chance auf einen Platz in der ersten Runde des DFB-Pokals. "Wir wollen uns gegen Aubstadt ein gutes Gefühl für die Aufstiegsspiele gegen den TSV Havelse holen. Daher hat diese Partie einen hohen Stellenwert", sagt FC 05-Coach Tobias Strobl, der daher sicher keine bessere B-Elf auf den Rasen schicken wird, "zumal der Pokal Geld in die Vereinskasse spült."

Dennoch gleicht die Suche nach der idealen Aufstellung der Quadratur des Kreises. "Spielt ein Adam Jabiri und verletzt sich, bekommen wir das genauso um die Ohren gehauen wie wenn er nicht spielt und wir im Pokal ausscheiden. Da bewegen wir uns auf dünnem Eis", weiß Strobl. Über den Gegner spricht der FC-Übungsleiter mit dem höchsten Respekt. "Ich mag den Kader und das Trainerteam. Die machen in Aubstadt aus ihren Möglichkeiten mehr als das Beste", schwärmt Strobl, der sich mit TSV-Trainer Victor Kleinhenz "bei einem Kaffee" schon einmal ausgetauscht hat.

"Ich ziehe meinen Hut vor Victor, dass er in Aubstadt in so jungen Jahren den nächsten Schritt in seiner Trainer-Karriere gewagt und die Mannschaft so gut im Griff hat. Und privat ist das ein richtig cooler Familien-Papa."

Derweil meldet der FC 05 Schweinfurt zwei Personalien. Seinen Vertrag bei den Grün-Weißen verlängert hat Verteidiger Nicolas Pfarr (21), der aus dem eigenen Nachwuchs kommt. "Nico hat sich die Verlängerung seines Vertrags redlich verdient", wird FC-05-Sportdirektor Robert Hettich zitiert.

Bissig und willig

Und vom FC Ingolstadt II kommt der zentrale Mittelfeldspieler Tim Kraus, unabhängig von der Ligazugehörigkeit. Der gebürtige Aschaffenburger Kraus war in der U17 von der dortigen Viktoria nach Ingolstadt gewechselt. Zuletzt trainierte der 21-Jährige im Drittliga-Kader der Schanzer. "Wir hatten ihn mehrmals bei uns im Probetraining, da konnte er uns alle überzeugen", berichtet FC-05-Sportdirektor Robert Hettich. "Tim ist ein bissiger, williger Spieler, unangenehm im Zweikampf, der auch mit dem Ball umgehen kann." Cheftrainer Tobias Strobl kennt Kraus noch aus seiner Zeit beim FCI und weiß daher, was er an ihm hat - "einen top ausgebildeten Jungen, der im Zentrum sehr flexibel einsetzbar ist".