FC 05 Schweinfurt - DJK Don Bosco Bamberg 7:1 (2:1). Tore: 0:1 Dominik Sperlein (6.), 1:1 Jannik Schuster (38.), 2:1 Amar Cekic (45., Foulelfmeter), 3:1 Meris Skenderovic (64.), 4:1 Florian Pieper (69.), 5:1 Meris Skenderovic (70.), 6:1 Kevin Fery (74.), 7:1 Meris Skenderovic (82.).

Zweimal Relegation gegen Havelse, einmal Test in Wehen Wiesbaden - dreimal 0:1. Dreimal kein Tor. Diesen Makel hat der FC 05 Schweinfurt in seiner Generalprobe für den Regionalliga-Auftakt am Samstag (17 Uhr) in Buchbach ablegen können: 7:1 (2:1) gegen Bayernligist Don Bosco Bamberg - "das mit den Toren hat mir nach der Pause gut gefallen", zog Trainer Tobias Strobl ein Fazit, das ein großes "aber" im Unterton hatte. Nicht nur, weil die anfängliche, nur marginal aufgepimpte, B-Besetzung sich schwer tat gegen die Oberfranken.

Es mussten zwei Standards herhalten, um den 0:1-Rückstand aus der sechsten Minute bis zum Seitenwechsel zu korrigieren. Mit viel Mühe und wenig Esprit gelang es, aber erst, als in der 45. Minute Florian Pieper im Strafraum gefoult wurde und Amar Cekic den Elfmeter verwandelte. Davor hatten die einzigen Offensiv-Akzente Verteidiger gesetzt, von denen mit Neuzugang Jannik Schuster auch den Ausgleich erzielt hatte (38.) - nach einer Zietsch-Ecke. "Da habe ich schon gedacht, oh, je, zwei Standard-Tore, keines aus dem Spiel heraus - das wird doch nicht so weiter gehen", so Strobl.

Der erst "erlöst" wurde, als er erst Kevin Fery (46.), dann das Quartett Daniel Adlung, Nico Rinderknecht, Kristian Böhnlein und Thomas Haas (60.) brachte ("das war schon nochmal ein Plus an Qualität"). Denn so sehr sich die Elf mit den Reservisten und Neuzugängen auch mühte, sie wirkte zu verliebt in ihre Favoritenrolle und damit auch verspielt; ohne Giftigkeit und Geilheit auf Tore. "Da hatten wir uns mehr erhofft", sah Strobl seine Vorgabe nicht erfüllt, "die Fehler von Wehen und der letzten Wochen nicht mehr zu machen, beziehungsweise daraus gelernt zu haben."

Herrlich herausgespielte Treffer

Dann ging es Schlag auf Schlag. Dreimal der aus Hoffenheim gekommene Stürmer Meris Skenderovic, einmal Angriffspartner Pieper und einmal Fery (wunderschöner 25-m-Lupfer) - zwischen der 64. und 82. Minute fielen fünf herrlich herausgespielte Treffer. "Da hat dann das Timing gepasst, die Bälle wurden im richtigen Moment hinter die Kette gespielt." Dass das eine Stunde lang kaum der Fall war, sorgte dafür, dass Pieper ziemlich in der Luft hing und sich nicht in Szene setzen konnte. Skenderovic, der eher mitspielender Angreifer ist, tat sich etwas leichter im Spiel zu bleiben und "bewies vor dem Tor Killer-Instinkt. Hoffentlich bleibt das so", sagte Strobl, der seinem Oldie und etatmäßigen Goalgetter Adam Jabiri eine Woche vor dem Start Ruhe gönnte. Pieper (knapp daneben), Adlung (Eins gegen Eins am Torwart gescheitert) und David Grözinger (überragende Torwart-Parade) hätten das Resultat auch zweistellig gestalten können gegen körperlich immer mehr nachlassende Bamberger, die weder den neuen zweiten Torhüter (Bennet Schmidt), noch den eingewechselten dritten (Nico Stephan) noch einmal ernsthaft gefährden konnten.

Bleibt aus der Generalprobe die Erkenntnis, dass die Schweinfurter sich zunächst weiter auf ihren ersten Anzug verlassen müssen, sich die bisherigen Reservisten nicht wirklich aufdrängen, von den Neuen aber neben dem Dreifach-Torschützen vor allem die robusten Defensivspieler Schuster und Tim Kraus durchsetzen könnten. Und, dass es ganz schnell eng werden kann, wenn das erlösende Tor auf sich warten lässt. Denn für einen Gegentreffer ist der sehr mutig mit Dreierkette und extrem offensiven Außenverteidigern spielende FC 05 offenbar immer gut.Michael Bauer

Schweinfurt: Schmidt (75. Stephan) - Kraus, Yarbrough (61. Rinderknecht), Schuster - Pfarr (61. Haas), Cekic (61. Böhnlein), Suljic (46. Fery), Zietsch (61. Adlung), Grözinger - Skenderovic, Pieper (75. Hyseni).

TSV Aubstadt - FC Eilenburg 2:1 (1:0). Tore: 1:0 Leonard Langhans (6.), 2:0 Timo Pitter (62.), 2:1 Paul Meseburg (64.).

Der letzte Aubstädter Test vor dem Saison-Eröffnungsspiel der Regionalliga Bayern an diesem Donnerstag (18.30 Uhr) ist, mit geringen Abstrichen, gelungen. Auf diese Einschätzung ließ sich auch TSV-Trainer Victor Kleinhenz nach dem 2:1-Sieg gegen den Nordost-Regionalligisten FC Eilenburg ein. "Insgesamt sind wir zufrieden. Es war wieder eine deutliche Leistungssteigerung zu dem Abtswind-Spiel. Wir haben dem Gegner wenige Torchancen zugelassen." TSV-Keeper Julian Schneider musste nie ernsthaft eingreifen, war machtlos beim Gegentreffer.

"Es hat alles sehr stabil ausgesehen. Aber wenn wir sie unter Druck gesetzt haben, waren die Räume sehr eng, da sie sehr aggressiv verteidigt haben. Im Abschluss war noch etwas Luft nach oben, wir müssen auch noch mehr Torchancen herausspielen. Gegen Unterhaching müssen wir effektiver sein, wenn wir was holen wollen." Die sechs Vorbereitungs-Gegner waren indes sehr sorgfältig ausgewählt, es war für jeden Anspruch etwas dabei. Wie allerdings der FC Eilenburg, Aufsteiger in die Regionalliga Nordost und Oberliga-Meister mit 20 Punkten aus neun Spielen, einzuordnen ist, bleibt dahingestellt. Der bissigste aller sechs Gegner war er auf jeden Fall und ging das Tempo mit.

Ein frecher Rabona-Trick

Worüber manchem Trainer der Kamm schwillt, ließ Kleinhenz kalt: Als nämlich Ingo Feser, der Spaß-Fußballer, einen Kunstschuss zum Besten gab. Frei vorm Tor suchte er sich nicht einfach ein Eck aus, sondern schoss die Kugel mit dem so genannten "Rabona-Trick", dem Schuss mit einem Bein um die Ferse des anderen herum, dem Keeper in die Arme. So wie Kleinhenz aufstellte und wechselte, scheint das Gerüst für Donnerstag jedenfalls zu stehen: "Wir freuen uns auf den Start, auf 1000 Zuschauer, und fühlen uns gerüstet für unser straffes Auftaktprogramm. Wir freuen uns, dass es nach den ganzen Beschränkungen und dem Stillstand wieder richtig losgeht und wollen alles dafür tun, dass es für das Dorf, den Verein, das Umfeld und die Region ein tolles Highlight wird."Rudi Dümpert

Einen knappen 1:0-Erfolg feierte der Bayernligist TSV Großbardorf in seinem vorletzten Testspiel gegen die in der Hessenliga beheimatete SG Barockstadt Fulda. Dabei boten die Schützlinge von Andreas Brendler eine prima Vorstellung. "Heute haben wir gezeigt, dass wir eine gute Mannschaft haben. Gegen einen starken Gegner haben wir eine gute Leistung geboten", lobte der Coach der Grabfeld-Gallier sein Team, das besonders in der Defensivarbeit überzeugte. Diese bildeten in der Innenverteidigung die erfahrenen Christoph Rützel und Ronny Mangold sowie die beiden Außenverteidiger Julius Landeck und Diego Schwab.

Von den Neuzugängen stand nur Sertan Sener, der zusammen mit Maximilian Weiß das Sturmduo bildete, in der Startformation. "Gegen den Ball haben wir gut gearbeitet. Auf die heute gezeigte Leistung können wir aufbauen und der Auftaktpartie gegen den Meisterschaftsfavoriten DJK Vilzing mit Zuversicht entgegensehen." Allerdings gab Brendler auch zu bedenken, dass sich der Hessenligist noch nicht so lange wie Bardorfer in der Vorbereitung auf die kommende Saison befindet.

Der letztlich entscheidende Treffer gelang Maximilian Weiß kurz nach dem Wechsel, der nach einem präzisen Zuspiel des enorm laufstarken Xaver Müller das 1:0 erzählte. Kurz zuvor hatte Sertan Sener nach Vorarbeit von Tim Strohmenger bereits eine gute Möglichkeit, aber sein Abschluss flog über die Querlatte. Da in den restlichen 40 Minuten sich kein Team mehr eine gute Möglichkeit herausspielen konnte, blieb es beim knappen Sieg des Bayernligisten.gmad